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Lage des
Stadtbezirks
Der 16. Stadtbezirk ist, abgesehen von kleinen Grenzkorrekturen,
mit dem ehemaligen
30. Stadtbezirk identisch, der 1947 aus den Stadtvierteln
Ramersdorf, Perlach und Waldperlach gebildet wurde.Der
Stadtbezirk liegt im Südosten der Stadt und erstreckt sich von
der Bahnlinie Ostbahnhof-Unterhaching nach Osten bis zur
Stadtgrenze, nach Süden bis zum Fasangarten und im Norden sind
die Straßenzüge Rosenheimer Straße, Anzinger Straße,
Bad-Schachener-Straße und Heinrich-Wieland-Straße die Grenze zu
den Nachbarbezirken (Einzelheiten vgl. Grenzen des Stadtbezirks).
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Größe
und Einwohner
Mit einer Fläche von 1990 ha steht der 16. Stadtbezirk unter den
25 Stadtbezirken an 6. Stelle, mit ca. 101.000 Einwohnern ist er
mit Abstand der größte Stadtbezirk. Vergleicht man die Zahl der
Einwohner mit früheren Werten, so zeigt sich, daß der Stadtteil
zu den am raschesten gewachsenen in München gehört. Vor dem
Krieg gab es in diesem Stadtteil nur rund 20.000 Einwohner, 1950
zählte man 28.000, aber schon 1961 war die Einwohnerzahl auf
41.000 angestiegen und durch den Bau von Neuperlach stieg die
Einwohnerzahl auf mehr als 100.000. Seit 1995 ist dann das
Wachstum zum Stillstand gekommen.
Entsprechend seiner
Größe sind im Stadtbezirk breite soziale Schichten anzutreffen.
Gemessen am städtischen Durchschnitt sind Haushalte mit Kindern
überrepräsentiert und die Altersstruktur wird von jüngeren und
mittleren Altersgruppen geprägt, trotzdem ist aber in Teilen von
Ramersdorf eine deutliche Überalterung festzustellen. Der Anteil
ausländischer Mitbürger liegt über dem städtischen
Durchschnitt (vgl. Statistiken
über den Stadtbezirk).
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Arbeitsplätze,
Infrastruktur
Im Stadtbezirk gibt es ca. 52.000 Arbeitsplätze, davon entfallen
etwas weniger als die Hälfte auf Neuperlach. Die Mehrzahl der
Arbeitsplätze entfällt auf elektrotechnische und metall- verarbeitende Betriebe, Forschung und Technologie,
Verwaltung und Dienstleistung, Druckereien, Leder- Textil- und
Bekleidungsgewerbe sowie auf viele Großhandels- und Baufirmen.
Im kirchlichen,
sozialen, sportlichen und schulischen Bereich gibt es in
Ramersdorf / Perlach eine Vielfalt und Fülle von Einrichtungen
und Aktivitäten, außerdem gibt es im gesamten Stadtbezirk ein
ausgeprägtes Vereinsleben, ein Kino gibt es allerdings im ganzen
Stadtbezirk nicht. (vgl. die Einträge unter Sozialdaten, Öffentliche
Einrichtungen und Vereine).
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Trotz der positiven Aussage über
die Infrastruktur des Stadtbezirks, dürfen Mängel und
Versäumnisse nicht verschwiegen werden.Der Bezirksausschuß
beschäftigt sich zum Teil schon seit Jahren mit den Problemen,
die nachstehend kurz dargestellt sind.
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Bürgerhaus
Als die "Entlastungsstadt" Neuperlach gebaut wurde,
stand bereits fest, daß im Zentrum dieses neuen Stadtteils ein
"Bürgerhaus" stehen soll, doch leider wurde es nicht
gleich in den Anfangsjahren gebaut und als der Ruf nach diesem
Bürgerhaus immer lauter wurde, gab und gibt es Schwierigkeiten
mit der Finanzierung. Dabei ist es unstrittig, daß für einen so
großen Stadtbezirk wie Ramersdorf-Perlach ein Bürgerhaus für
die Soziokultur und als Gemeindemittelpunkt absolut notwendig
ist. Nach einem Jahre anhaltenden Wechselbad von
Versprechungen und Absagen, Hoffnungen und Enttäuschungen gab es dann aber doch
einen ersten Schritt in die Zukunft: im Dezember 2001wurde mit dem Kulturhaus am
Hanns-Seidelplatz die Vorläufereinrichtung für das Bürgerhaus eröffnet. Auch
wenn noch vieles fehlt, was zu einem Bürgerhaus gehört, gibt es nun mitten im
Stadtbezirk einen Platz für Veranstaltungen aller Art. Aber es ist ein
Provisorium und der Bezirksausschuß wird nicht müde werden, den
Stadtrat und die Landeshauptstadt München immer wieder darauf
hinzuweisen, daß sie den Bürgerinnen und Bürgern des
Stadtbezirks im Wort stehen, dem vorläufigen Behelf das richtige Bürgerhaus
folgen zu lassen.
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Dorfkernsanierung
Ramersdorf
Viel ist ja rings um die Ramersdorfer Kirche nicht mehr vom alten
Dorfkern erhalten, aber das wenige muß erhalten werden. Dabei
ist es besonders wichtig, diesen Kern von Ramersdorf aus seiner
"Insellage" zu befreien, d.h. durch entsprechend
Umgestaltung der Rosenheimer Straße und der Führichstraße
wieder mit dem übrigen Ramersdorf zu verbinden. Es genügt dem
BA 16 nicht, daß schon vor einigen Jahren zur Lösung des
Problems sehr gute und überzeugende Planungen erstellt wurden,
der BA drängt darauf, daß diese Pläne auch realisiert werden.
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Dorfkernsanierung Perlach
Hier wurde zwar vor einigen Jahren mit der Umgestaltung des
Pfanzeltplatzes und der teilweisen Renaturierung des Hachinger
Baches ein wichtiger und richtiger Schritt getan. Aber es fehlt
noch immer die entsprechende Sanierung im Bereich der
Sebastian-Bauer-Straße.
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Verkehrsprobleme
Es ist im Verlauf der letzten Jahre zwar gelungen, große Teile
der Wohngebiete des Stadtbezirks als Tempo-30-Zonen auszuweisen,
kleinere Bereiche sogar als verkehrs- beruhigte Bereiche zu
gestalten. Trotzdem gibt es noch immer drängende Verkehrs- probleme im Stadtbezirk, die gelöst werden müssen.
Inzwischen liegt zwar der Entwurf des Verkehrskonzepts für den Münchner Osten
vor, die dort vorgeschlagenen Lösungen sind aber sowohl im Bezirksausschuß,
als auch in der Bevölkerung z.T. sehr umstritten (vgl. Brennpunkte).
Besonders negativ ist aber anzumerken, daß wegen der Erschließungs- maßnahmen
für das Stadion in Fröttmaning die Planung aller anderen größeren Straßen-
baumaßnahmen auf Jahre hinaus gestoppt wurden. Eine Lösung der Probleme ist
daher während der Amtszeit des BA (Bis 2008) nicht zu erwarten.
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