[Gaswerk]

Stadtbezirk 10
Moosach
Der 10. Stadtbezirk, im Nordwesten der Stadt, erstreckt sich von der Landshuter Allee im Osten über das Rangierbahnhofgelände im Norden und der Waldhornstraße im Westen über In den Kirschen bis zum Westfriedhof im Süden. Er umfasst das Gebiet Moosachs mit den Teilen Hartmannshofen, Pressestadt und Borstei.

Mit dem Mittleren und Äußeren Verkehrsring sowie deren Zubringern und der Dachauer Straße durchschneiden bzw. tangieren den Stadtbezirk Hauptverkehrsstraßen mit ortsfremdem Durchgangsverkehr.
Ökologische Entlastung bringen die Landschaftsschutzgebiete Kapuzinerhölzl und Hartmannshofer Wald, die Kleingartenanlagen, die Grünanlagen um den Rangierbahnhof sowie der Westfriedhof.

Moosach, bis 1913 eine selbständige Gemeinde, wurde bei seiner Eingemeindung Teil des 28. Stadtbezirks Neuhausen - Moosach, dem auch der Gemeindeteil Gern der ehemaligen Gemeinde Nymphenburg zugeordnet war. Mit der, vom Stadtrat beschlossenen, Stadtgebietsneugliederung sind mit Wirkung vom 1.5.1996 die Gemarkungsteile von Neuhausen und Nymphenburg wieder dem gleichnamigen Stadtbezirk zugeschlagen worden, was einen Verlust von knapp 30.000 Einwohnern zur Folge hatte.

Die städtebauliche Entwicklung setzte in Moosach im wesentlichen nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Einfamilienhaus-, Reihenhaus- und aufgelockerter (freifinanzierter, sozialer und genossenschaftlicher) Geschoßwohnungsbau sorgen in weiten Bereichen für geringe Wohndichten. Nach Osten zu verdichtet sich die Bebauung (Olympia-Pressestadt und Wohnanlagen aus der Zwischenkriegszeit, von denen die Mustersiedlung Borstei von städtebaulicher Bedeutung ist).
Der 10. Stadtbezirk ist ein ausgesprochener Wohnbezirk. Seine Einwohnerzahl übersteigt die der Arbeitsplätze deutlich. Das Arbeitsangebot konzentriert sich schwerpunktmäßig auf das Verarbeitende Gewerbe (Fahrzeug- und Maschinenbau, Textil- und Bekleidung sowie Chemie), den Handel (mit dem "Moosacher Stachus" sowie dem Olympia-Einkaufs-Zentrum besitzt der Stadtbezirk zwei Stadtteilzentren mit quartiernahem bzw. bezirksübergreifendem Einzugsbereich) sowie den Dienstleistungsbereich.
Durch den Zuzug von Angehörigen der Mittelschicht nach Moosach. wo traditionell eher Kleingewerbetreibende, Arbeiter und einfache Angestellte lebten, stellt sich die Sozialstruktur heute etwas ausgeglichener dar. Nach der Stellung im Beruf dominieren Angestellte und Beamte (besonders im nördlichen Bezirksteil) unter den Erwerbstätigen. Die Haushaltsstruktur wird noch deutlich von Familien mit Kindern geprägt; entsprechend unterrepräsentiert sind Einpersonen-Haushalte.

aus: Münchener Statistik, Jahrgang 1996, Heft 1

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