Stadtbezirk 8
Schwanthalerhöhe
Seinen Namen hat der Stadtteil nach dem Schöpfer der Bavaria, Ludwig von Schwanthaler (1802-1848), erhalten. Er erstreckt sich vom westlichen Rand der Theresienwiese über die Hochfläche in westlicher Richtung. Im Süden, Norden und Westen wird der Stadtteil durch Gleiskörper der Bahn begrenzt. Bisher galt die Schwanthalerhöhe als das Messe- und Ausstellungszentrum Münchens. Nach der 1998 beginnenden Verlagerung der Messe wird das Gelände einer neuen Nutzung zugeführt, bei der das Grünflächendefizit ausgeglichen werden soll. Auf der restlichen Fläche ist der Stadtteil Wohngebiet, das mit Gewerbeflächen durchmischt ist.
Die Wohnquartiere weisen eine hohe Bevölkerungsdichte und einen überalterten Bestand aus: Von 13.395 Wohnungen wurden 6.283 vor 1919 errichtet. Durch ein großangelegtes Sanierungsprogramm wurde der Bestand in den letzten Jahren modernisiert. Diese Maßnahme wurde durch einen erheblichen Bestand an Genossenschaftswohnungen besonders erleichtert.
Die Einwohnerdichte war 1950 mit 35.000 Einwohnern früher wesentlich höher als heute. Bei der Volkszählung 1970 waren es noch 29.258, bei der Zählung 1987 25.301 und am 31.12.1996 wieder 26.332 Einwohner. Durch Neubau und Sanierung steigen die Einwohnerzahlen in letzter Zeit wieder an. Die Bevölkerungs- und Sozialstruktur ist ähnlich der in Haidhausen. Ein Ausländeranteil von 42,1% ist mitprägend für das Stadtviertel. Der Anteil der Arbeiter in der Erwerbsbevölkerung ist mit über 50% traditionell überdurchschnittlich hoch.
Die rund 12.000 Arbeitsplätze im Stadtbezirk Schwanthalerhöhe gehören vorwiegend zum produzierenden Gewerbe. Handel und Verkehrswesen folgen mit einigem Abstand. Das Erwerbsleben wird von zahlreichen Handwerksbetrieben fast aller Branchen bestimmt. Im Gewerbehof Westend finden rund 85 Betriebe der verschiedenen Bereiche die notwendigen Räumlichkeiten. Hier wurde auch das Münchner Technologiezentrum mit über 20 Betrieben des High-Tech-Bereichs angesiedelt.
Die Strukturen des Stadtteils unterliegen seit geraumer Zeit einem ständigen Wandel, der durch die Veränderungen auf dem Messegelände noch einmal stark beschleunigt wird. Zum Beispiel ist von den ehemals vielbesuchten Bierkellern der Schwanthalerhöhe keiner in der altbekannten Form erhalten geblieben. Aber auch große Industrieunternehmen wurden im Laufe der Zeit abgesiedelt.
Im 8. Bezirk gibt es an kulturellen Einrichtungen: den Kulturkeller sowie den Kulturladen und eine städtische Bibliothek.
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