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Der
Stadtbezirk Au-Haidhausen ist in der Zusammenlegung der ehemals
selbständigen Stadtteile Au und Haidhausen entstanden. Beide gehören
zum Innenstadtrandgebiet und weisen in ihrer Geschichtlichen
Entwicklung deutliche Parallelen auf: Beide sind entstanden aus zwei
ehemaligen Dörfern auf dem östlichen Isarhochufer außerhalb der
Stadt. Im Lauf der geschichtlichen Entwicklung siedelten sich hier -
mit der zunehmenden Land-Stadt-Wanderung - kleinere Handwerker,
Kleingewerbetreibende, Arbeiter und Tagelöhner vor den Toren der
Stadt an. Aus dieser Zeit sind in beiden Stadtteilen noch eine
größere Zahl kleiner Herbergshäuser erhalten, die das Stadtbild in
manchen Bereichen noch prägen. Sie erinnern von ferne an die
ärmlichen und beengten Lebens-und Arbeitsverhältnisse dieser
Zeiten. Mit der Stadtexpansion der Gründerzeit des 19.Jahrhunderts wurden Au und Haidhausen eingemeindet und ihr Gebiet wurde begehrtes Objekt für großflächige Gebietsentwicklungen, um den dringend benötigten Wohnraum für die wachsende Zahl der Beamten, Angestellten und Arbeiter in der Stadt zu schaffen. Nach dem gewonnenen Krieg gegen Frankreich entstand in Haidhausen damals das „Franzosenviertel“, gegliedert nach Prinzipien französischer Stadtplanung, mit Sternplätzen und nach französischen Städten genannten Straßen .
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Mit der
Jahrhundertwende kamen in beiden Stadtvierteln große Gebiete mit
genossenschaftlichem Wohnungsbau hinzu. Der 2. Weltkrieg brachte
schlimme und großflächige Kriegszerstörungen, die in den Jahren
des Wiederaufbaus zu größeren Teilen auch durch städtische
Wohnungsbaugesellschaften im sozialen Wohnungsbau wieder errichtet
wurden. Mit dem Wirtschaftsaufschwung und dem rapiden Stadtwachstum entwickelte sich seit den 60er Jahren ein zunehmender Veränderungdruck auf zwei Ebenen, der beide Stadtviertel nicht nur in sozialer Hinsicht zunehmend verändert. Auf beiden Innenstadtrandgebieten lastet seit Jahren zunehmend Entwicklungsdruck, verursacht durch wirtschaftliche Expansion des Geschäftszentrums mit zunehmender Knappheit geeigneter Geschäfts-und Büroflächen für Spezialgeschäfte und zentrale Dienstleistungen. Die Verdrängungskonkurrenz geht tendenziell zu Lasten der örtlichen Stadtteilzentren, des Einzelhandels, der Handwerksbetriebe und Dienstleistungen zur Versorgung der Bevölkerung beider Stadtteile. Hier liegt ein Schwerpunkt der BA-Arbeit, zusammen mit den örtlichen Einzelhändlern und Betrieben Maßnahmen zur Verbesserung der Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit unserer Stadtteilzentren zu planen und durchzuführen.
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