Der Stadtbezirk 4, nördlicher Nachbar
der Maxvorstadt, wurde bereits
1909 aus dem westlichen Teil der 1890 eingemeindeten
Vorstadt Schwabing als eigenständiger Stadtbezirk
geschaffen. In Folge der vom

Stadtrat beschlossenen
Stadtgebietsneugliederung sind mit Wirkung vom 1.5.1996 Schwabing-Nord
(vordem 11. Stadtbezirk) sowie das südöstliche Oberwiesenfeld (vordem
9. Stadtbezirk) hinzugekommen, so dass sich der

Stadtbezirk in seiner Fläche verdreifacht und in seiner Einwohnerzahl verdoppelt hat.
Schwabing-West und weite Teile von Schwabing-Nord ähneln sich in ihrem
städtebaulichen Erscheinungsbild. Vorherrschend ist eine konzentrierte,
geschlossene Wohnbebauung mit hohem, z.T. noch gut erhaltenen,
Altbaubestand und Baulückenschliessungen aus den 50er bis 70er Jahren.
Charakteristisch für den Stadtbezirk sind die, bereits durch die
gründerzeitliche Stadtplanung angelegten, Platzstrukturen des
Elisabeth-, Kurfürsten- und Hohenzollernplatzes, welche zentrale
Funktionen für den Stadtteil einnehmen. Im Norden des Bezirks liegen
das Krankenhaus Schwabing (eines der größten Münchener Krankenhäuser),
das Max-Planck-Institut für Psychiatrie sowie das

Rehabilitationszentrum für Körperbehinderte (Stiftung Pfennigparade).
Westlich davon entstand zu Ehren des 90. Geburtstags von Prinzregent Luitpold 1911 mit dem neu angelegten Luitpoldpark
und dem begrünten Schuttberg (aus dem Abraum im 2. Weltkrieg zerstörter Häuser)
ein zusammenhängendes, 26 Hektar großes Erholungsgebiet.
Durch die Vergrößerung des Stadtbezirks hat sich der
Arbeitsplatzbesatz, vor allem im Bereich der öffentlichen Einrichtungen
und Verwaltungen, deutlich erhöht. Insgesamt
gesehen dominieren jedoch
der Dienstleistungsbereich und der Handel, auf die zusammen über 60
Prozent der Arbeitsplätze im Stadtbezirk entfallen. Nach ihrer
Sozialstruktur sind Schwabing-West und Schwabing-Nord
mittelschichtorientiert. Der Anteil an qualifizierten Angestellten ist
überdurchschnittlich. Entsprechend hoch stellt sich auch das
(Aus-) Bildungsniveau der BewohnerInnen dar. Der Typus des Ein- oder
Zweipersonenhaushaltes jüngeren und mittleren Alters tritt besonders
häufig auf, wohingegen Familien mit Kindern eher unterrepräsentiert
sind. Allerdings haben sich in den letzten Jahren in den
familiengerecht geplanten Neubauarealen wie dem Ackermannbogen viele
Familien mit Kindern angesiedelt.