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Historisches

Das Isar-Athen
Die Maxvorstadt entstand als erste planmäßige Stadterweiterung zu Beginn des 19.Jahrhunderts und wurde nach dem ersten König Bayerns, Max I. Joseph, benannt. Ein klassizistisches Stadtviertel, in dem König Ludwig I. seine Vorstellung eines „Isar-Athens“ durch die Architekten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner in Stein verewigen ließ: die Ludwigstraße mit Staatsbibliothek, Universität und Siegestor; der Königsplatz mit Glyptothek und Propyläen, die Basilika St. Bonifaz und die Pinakothek. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden Wohn- und Geschäftshäuser in der attraktiven Vorstadt und um 1900 war die Maxvorstadt fast lückenlos bebaut.

München war die „Hauptstadt der Bewegung“ der Nationalsozialisten und die Maxvorstadt das Zentrum der zentralen Gebäude der Partei wie das „Braune Haus“ an der Briennnerstraße, die Parteizentrale und der Führerbau an der Arcisstraße und die Ehrentempel am Königsplatz. Das Viertel, errichtet als Hommage an die Antike und den europäischen Kulturgedanken, funktionierten die Nationalsozialisten zur Kulisse ihrer Aufmärsche um und mißbrauchten es zur Inszenierung ihres Herrschaftsanspruches in Stein. 1945 war die Maxvorstadt fast völlig zerstört, ihre öffentlichen Bauten wurden aber weitgehend originalgetreu wiederaufgebaut.

 

Kurfürst Karl-Theodor (1733 - 1799) erweitert München in Richtung Schwabing, indem er 1789 die Münchner Festungswälle niederlegen ließ.
 
König Ludwig I. krönte die Maxvorstadt mit städtebaulichen Kostbarkeiten wie Ludwigsstraße und Odeonsplatz, Karolinenplatz oder Königsplatz, die nicht zuletzt Anziehungspunkt für die großen alljährlichen Touristenströme sind.
   

 


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