Die Maxvorstadt | Historisches | Museen | Hochschulen | Weitere Einrichtungen | Interessante Fakten
 

Interessante Fakten

Die Bevölkerung Maxvorstadt aktuell Kunst, Kultur, Bildung Aktion Maxvorstadt  

Die Bevölkerung

Teile der Maxvorstadt gehören zu den am stärksten verdichteten Wohngebieten Deutschlands. Die Bevölkerungsstruktur der ca. 50.000 Einwohner ist noch sehr gemischt. Wohlhabende Intellektuelle leben neben einfachen Arbeitern und Angestellten, Familien neben kinderlosen Paaren, Senioren oder Singles. Allerdings sinkt der Anteil von Familien mit Kindern auf Grund der teuren Mieten und der Bevorzugung von kinderlosen Personen auf dem Wohnungsmarkt. Die Zahl der Einpersonenhaushalte, die nicht nur aus älteren Menschen und Studenten bestehen, steigt ständig. Eine alarmierende Entwicklung, die das Leben im Viertel stark verändern könnte

Einrichtungen wie die Universitäten, die Museen und große namhafte Firmen führen dazu, daß die "Tagesbevölkerung" in der Maxvorstadt fast viermal so groß ist wie die "Nachtbevölkerung".
Die Maxvorstadt ist in weiten Teilen als typisches Akademiker- und Studentenviertel einzustufen. Entsprechend stark vertreten ist die Altersgruppe der 20- bis 30jährigen.Außerdem gibt es im Viertel sieben Grund- Hauptschulen und Gymnasien, sowie 35 Berufsschulen. 12 Museen und 20 öffentliche Bibliotheken ziehen Arbeitende und Besucher an. Trotz der hervorragenden Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr schaffen die großen Pendlerströme erhebliche Verkehrsprobleme. Lange Parkplatzsuche, Parken in zweiter Reihe und eine beachtliche Abgas- und Lärmbelästigung sind für die Bewohner eine starke Belastung.

Die Maxvorstadt im 21. Jahrhundert

Die heutige Maxvorstadt ist ein lebendiges innerstädtisches Viertel mit einer Mischung aus alten (klassizistischen) und neuen städtebaulichen Höhepunkten wie dem Siemensforum oder der im Bau befindliche Pinakothek der Moderne. Sie ist aber auch ein Viertel der kulturellen Vielfalt. Neben den großen Museen wie dem Lenbachhaus, der Glyptothek, der Antikensammlung und den Pinakotheken laden etliche Galerien zum Verweilen ein. Das gesellige Leben in Cafés, Restaurants und Kneipen wird stark beeinflußt von den Universitäten und der vielfältigen Bevölkerungsstruktur des 3.Stadtbezirks und bestimmt ein multikulturelles Lebensgefühl, das von Toleranz geprägt ist. Die Bauernmärkte auf dem Josephsplatz und an der Türkenstraße sind neben der Gastronomie geschätzte Treffpunkte für die Bewohner des Viertels.

 

Kunst, Kultur und Bildung

prägten den Charakter des Viertels. Die technische Universität entstand und aus dem Realgymnasium in der Luisenstraße wurde Anfang des Jahrhunderts das erste öffentliche Mädchengymnasium. Die Bohème mischte sich mit der Bildungselite und den Arbeitern, die in den Hinterhäusern der neuen Prachtstraßen hausten. Die wichtigsten Lokale der sogenannten Schwabinger Szene der 20er Jahre lagen in der Maxvorstadt: das Kabarett „Die elf Scharfrichter“, das Lokal „Simplizissimus“ und das „Café Stefanie“. Die erste Frauenbewegung war hier genauso zuhause wie die Malerfürsten Kaulbach und Franz von Stuck oder die Dichter Wedekind und Ringelnatz. Legendäre Faschingsfeste fanden in den Ateliers statt.

 

Aktion Maxvorstadt

Durch Ausweisung der Maxvorstadt als "Kerngebiet" sollte in den siebziger Jahren nach und nach ein Büro- und Geschäftsviertel entstehen, Bodenspekulation wucherte, Wohnungen wurden abgerissen, die angestammten Mieter wurden verdrängt.
Hier wurde die "Aktion Maxvorstadt" aktiv, ein Zusammenschluß aus Bezirksausschuss und engagierten Bürgern des Viertels.

 

 

 


© Bezirksausschuß 3 - Maxvorstadt