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"DER MAXVORSTÄDTER" 9. November 2003 Informationen zum 9.November 2003
"DER MAXVORSTÄDTER" 27. Januar 2005
"DER MAXVORSTÄDTER" 27. Januar 2006

 

Maxvorstädter vom 27. Januar 2006

Inhaltsübersicht:

  Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 2006 (Hrsg. Klaus Bäumler)
- von ihren Kirchen verlassen und vergessen?
- ein Rückblick auf die Veranstaltungen 1996 - 2006 - zehn Jahre Erinnerungsarbeit in der Maxvorstadt
aus aktuellem Anlaß: Ein NS-Dokumentationszentrum für München am Köngisplatz
  Der Freistaat Bayern hat den Standort festgelegt
  Position und Positionspapier des BA-Maxvorstadt vom 17.1.06
  Berichterstattung in Süddeutsche Zeitung und Münchner Merkur
 


Maxvorstädter vom 27. Januar 2005

Inhaltsübersicht:

- Einladung zum 27. Januar 2005 S. 3
- Der Todesmarsch aus dem KZ Dachau im April 1945 (Irmgard Schmidt) S. 4
- Zeitgeschichtliche Erinnerungsarbeit im Karl-Amadeus-Hartmann-Jahr. Klaviersonate 27. April 1945 S. 6
- Notwendigkeit der zeitgeschichtlichen Erinnerungsarbeit: 60 Jahre danach.
Aufführung der Klaviersonate am 15. April 2004 in der Pinakothek der Moderne
- Neue Publikationen zur Münchner Zeitgeschichte und darüber hinaus. S. 7
- Pro und Contra:
"Stolpersteine" des Erinnerns und Gedenkens im öffentlichen Raum.
Wortprotokoll der Diskussion im Stadtrat vom 16. Juni 2004

Wortprotokoll kann bei der Geschäftsstelle des BA 3 angefordert werden.
S.11

Verantwortlich für Texte (ausgenommen den Beitrag von Irmgard Schmidt), Recherchen und Gestaltung: Klaus Bäumler. Alle Beiträge geben die persönliche Meinung der Verfasser wieder.


 

Der Todesmarsch aus dem Konzentrationslager Dachau im April 1945
Bericht der Zeitzeugin Irmgard Schmidt, aufgeschrieben im Jahr 2004.

Das KZ Auschwitz sollte im Januar 1945 wegen des Vormarsches der Sowjettruppen geräumt werden. Am 18. Januar 1945 mußten über 60.000 Insassen das KZ Auschwitz und seine Nebenlager verlassen. Auf dem Todesmarsch nach Wodzislaw (Loslau) starben mindestens 15.000 Häftlinge. Die Überlebenden dieses Marsches wurden von Loslau aus in Güterzügen unter unsäglichen Bedingungen in die Lager Buchenwald, Mauthausen und Dachau transportiert.

Im KZ Dachau begann die Evakuierung am Donnerstag, 26. April 1945 Richtung Ötztal in Tirol. Nachts zwischen 21- und 22 Uhr verließen etwa 7000 Häftlinge das KZ Dachau, eingeteilt in sechs Marschkolonnen. Die Bewacher hatten scharfe Hunde dabei. Nicht mehr gehfähige Häftlinge waren zu erschießen. Jeder Ansatz von Flucht zu verhindern; jede Hilfeleistung durch die Bevölkerung zu unterbinden. Der Marsch ging über Karlsfeld, Allach, Pasing, Mühltal, Münsing, Wolfratshausen nach Königsdorf. Die Überlebenden des Todesmarsches wurden am 2. Mai 1945 in Waakirchen von amerikanischen Truppen versorgt.
Siebzehn Mahnmale, in den Jahren 1989 bis 1998 nach dem Entwurf des Bildhauers Hubertus von Pilgrim errichtet, rufen diesen Leidensweg in Erinnerung.. Zwei dieser Mahnmale stehen in München (Allach, Eversbuschstraße 134, Pasing: Kaflerstraße).
Irmgard Schmidt (Mitglied im Bezirksausschuß Maxvorstadt) war im April 1945 in Pasing Augenzeugin des Todesmarschs und erinnert sich:

Im April 1945 bin ich dem Zug der Häftlinge aus Dachau begegnet, als sie durch die Pippinger Straße in München-Pasing in Richtung Würmtal getrieben worden sind.
Es ist schwer von diesem Erlebnis zu berichten. Meine Scheu ist groß, weil ich mir die Erinnerung an dieses schreckliche Geschehen nur mühsam wieder ins Bewusstsein holen kann. Bei der Begegnung mit dem Zug war ich allein. Das heißt, dass ich das, was in mir aufsteigt mit niemandem überprüfen kann. Ich kann hier nur aufschreiben, was meine Erinnerung frei gibt, was ich meine zu erinnern.
Bis in die neunziger Jahre habe ich nicht mehr an das Ereignis von damals gedacht. Es war vollkommen aus meinem Gedächtnis verschwunden. Wir lebten in der Gegenwart, ich bewältigte mein tägliches Leben mehr oder weniger, blickte nicht zurück und auch nicht immer ausreichend nach vorne in die Zukunft. Jeder Tag hatte seine eigene Plage und auch seine Freuden.
Bis ich eines Tages - etwa 50 Jahre nach diesem Geschehen - in Pasing vor der Post am Bahnhofsplatz auf den Bus wartete um einen Besuch in Lochham zu machen. Ich ließ meinem Blick über diesen Platz meiner alten Heimat gehen. (Ich bin in der Villenkolonie 2 in Pasing aufgewachsen)
Da sah ich auf der kleinen grünen Verkehrsinsel gegenüber der Bushaltestelle einen Zementsockel auf dem einige Bronzefiguren zu sehen waren. Ich ging hinüber und sah, dass es sich um die Darstellung von einigen männlichen Figuren handelte, die gebeugten Schrittes, fast aufeinander fallend und fast ohne erkennbare Gesichter gemeinsam einen Weg gingen. "Zum Gedenken an den Leidensweg der Häftlinge aus dem Konzentrationslager in Dachau, der hier mit unbekanntem Ziel vorbeiführte" steht auf der Gedenktafel.

Und plötzlich sah ich ihn vor Augen, den wirklichen Zug von damals, wie ich ihn erlebt hatte. Und ich wusste es: der Zug aus Dachau, dem ich an einem Vormittag im April 1945 begegnet bin.

Wir hatten 1945 bis in die ersten Maitage noch Schule und mein Schulweg führte über die Pippinger Straße von der Villenkolonie 2 in die Villenkolonie l in der unsere Schule lag.
Bei einem der letzten Luftangriffe auf München - ich meine es war der 26.4. 1945 gewesen - war das Haus, in das ich bei Fliegerangriffen gehen musste, durch eine Luftmine völlig zerstört worden. Das Eckchen Keller, in dem ich mit der Familie einer Schulfreundin saß hielt stand und wir blieben am Leben und unversehrt. Ich erinnere mich, dass dieses Gefühl des Bewahrt-Seins mich die ganzen letzten Tage des Krieges vor dem 8. Mai begleitet hatte. Es war eine große Dankbarkeit in mir dafür, dass ich noch da war und die Empfindung, für eine mir noch unbekannte Aufgabe behütet worden zu sein.

Ich war 16 Jahre alt und mitten in den Trümmern spürte ich die Kraft meiner Jugend und freute mich über den Frühling, der in diesen Tagen aufbrach. Und irgendwie spürten wir damals, dass der Krieg zu Ende ging und damit auch der Alptraum der Diktatur der Nazis, das Verdikt zu sprechen, offen zu sein. "Sei still, sonst kommst nach Dachau...." würde dann ein Ende haben. Aber noch war es nicht so weit.
Und so ging ich an einem der letzten Tage im April zur Schule. Als ich an die Pippinger Straße kam, die ich überqueren musste, ging ein langer Zug von Männern in Sträflingskleidern auf der Straße vorbei, füllte sie ganz aus. Unendlich müde schleppten sie sich dahin, teilweise mit gesenkten Köpfen, gestützt manchmal von einem Mithäftling, ohne nach rechts oder links zu schauen. Mir schoss durch den Kopf : das ist Dachau, so ist es also wovon wir gehört, aber keine Vorstellung hatten. Ist der Krieg zu Ende ? Aber wo gehen sie denn hin ? Dachau war mitten unter uns, auf der Pippinger Straße unterwegs. Kommt Dachau jetzt zu uns? Sind wir jetzt alle Teil von Dachau? Ich kann diese Gedanken nicht mehr genau fassen und nicht dafür garantieren, dass ich sie wörtlich so gedacht habe. Aber ich erinnere deutlich das namenlose Entsetzen, das mich packte, als ich diese Menschen vorbeigehen sah, so mit letzter Kraft und ohne Ziel.
Erstarrt und entsetzt stand ich da. Das habe ich nicht gewusst, dass es möglich ist, Menschen so zu reduzieren zu bloßen Schattengestalten. Nie zuvor habe ich eine solche Vernichtung von menschlichem Sein wahrgenommen. Ich kann mich nicht an irgendwelches Bewachungspersonal, sei es der SS oder der Wehrmacht, erinnern. Möglicherweise habe ich sie einfach nicht wahrgenommen, weil mich der Schrecken so vollkommen ausgefüllt hat.
Ich weiß nicht, wie lange ich gestanden bin. Schließlich merkte ich, dass der Zug gar kein Ende nahm, bis Blutenburg, wohin ich schauen konnte dasselbe Bild. Auf die Idee zurück zu laufen, nach Hause kam ich nicht. Ich musste in die Schule und dazu auf die andere Seite der Straße. Also bin ich in das Entsetzliche hinein gegangen - mit welchem Mut eigentlich frage ich mich heute. Und dann geschah etwas für die damalige Zeit fürchterlich Verbotenes : zwei oder drei streckten die Hände aus und ich die meinen. Eine zaghafte Begegnung, nur für einen kurzen Moment und dann schoben mich diese Hände vorsichtig aus dem Zug hinaus auf die andere Straßenseite.
Die Strecke bis zu meiner Schule bin ich gelaufen, nur weg von dieser Straße. Atemlos kam ich in der Schule an. Was mich in diesen Minuten bewegt hat an Gedanken oder Gefühlen weiß ich heute nicht mehr. Eine Mitschülerin erinnert sich, dass ich wohl gestammelt haben muss " Dachau geht da drüben vorbei - warum haben sie uns das nicht gesagt?" Wir hatten Geschichtsstunde, bekamen keine Antwort als wir diese Frage stellten. Dieselbe Mitschülerin erinnert sich, dass die Lehrerin tagelang die Klasse nicht mehr betreten hat.
Zunächst sollten wir im Unterrichtsstoff fortfahren: Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Auch zu Hause konnte ich das Erlebte nicht erzählen, keine Antwort finden auf mein Entsetzen. Es war zu gefährlich, darüber zu sprechen. Also haben sie es doch gewusst? Ich war eingeschlossen in eine Mauer von Sprachlosigkeit, von der Notwendigkeit, zu vergessen, zu schweigen. Ich muss wohl geweint haben, als ich schließlich zu Hause war. Aber ich bin ohne Trost geblieben.
Was mir blieb war nur das Vergessen, besser gesagt das Verdrängen dieser Begegnung, bis das Denkmal gegenüber der Post in Pasing mir die späte Erinnerung ermöglichte.

So hat es einen guten Sinn, dass diese Gestalten in Bronze gestaltet worden sind und jetzt an mehreren Orten im Würmtal stehen. Ob sie auch noch andere Erinnerungen zu wecken in der Lage sind ? Denn das Erinnern ist unsere unabschließbare Aufgabe. Ich weiß nicht, was dieses Erlebnis in meiner Seele für Spuren hinterlassen hat. Wir waren eine in den wichtigen Jugendjahren allein gelassene junge Generation. Zuerst sind sie, unsere Eltern, Großeltern und Lehrer, uns die Antwort schuldig geblieben auf lebenswichtige Fragen und dann haben siedas Vergessen gefördert. Ich sage das ohne Vorwurf. Sie haben es nicht besser gekonnt. .
Wie gut aber wäre es gewesen, wenn wir hätten eine Sprache finden können für die erlebten und endlich erfahrenen Ungeheuerlichkeiten des Nationalsozialismus. Wenn wir das nachholen finden wir vielleicht zu ganz neuen Visionen für die Zukunft und was wir aus der Freiheit, die wir seit 60 Jahren genießen machen können.
Wenn wir das Erinnern miteinander teilen, solange es uns noch gibt.
(Irmgard Schmidt)


Zeitgeschichtliche Erinnerungsarbeit
im Karl-Amadeus-Hartmann- Jahr 2005.
"Klaviersonate 27. April 1945"

Der Münchner Komponist Karl Amadeus Hartmann (2.8.1905-5.12.1963) ist vor allem als Begründer der Musica Viva Konzerte bekannt. Sein musikalisches Werk ist geprägt von den Erlebnissen im "Dritten Reich". Viele seiner Werke verstand Hartmann als persönliche Stellungnahme gegen Verfolgung und Unterdrückung. Sein erstes Orchesterwerk Miserae widmete er den Häftlingen des KZ Dachau.

Karl Amadeus Hartmann wurde am 27. April 1945 in Kempfenhausen am Starnberger See Augenzeuge des Todesmarschs der Häftlinge aus Dachau. Unter diesem Eindruck schuf er die Sonate "27. April 1945" für Klavier. In einem Vorwort hierzu schreibt Hartmann:
Am 27. und 28. April 1945 schleppte sich ein Menschenstrom von 20.000 Dachauer Schutzhäftlingen an uns vorüber.
Unendlich war der Strom / Unendlich war das Elend / Unendlich war das Leid.
Die Sonate legt Zeugnis ab von Hartmanns tief empfundener Humanität, seinem menschlichen Engagement und seiner Anteilnahme an dem Leid der Opfer des Nationalsozialismus.
Karl Amadeus Hartmann wurde nicht zuletzt wegen seines Rufs als engagierter Gegner des NS-Regimes 1945 als Dramaturg an die Bayerischen Staatstheater berufen. Seine besondere Aufgabe war es, das Interesse an der über 12 Jahre verfemten zeitgenössischen Musik zu wecken. Diese Idee war der Ursprung der sog. Musica-Viva-Konzerte. In dem von den Freunden der Residenz erbauten Theater am Brunnenhof in der Residenz (Eröffnung 7. Mai 1946) fanden die ersten Konzerte der Musica-Viva statt.


Notwendigkeit der zeitgeschichtlichen Erinnerungsarbeit: 60 Jahre danach.
XX /XXI - 100 plus. Neue Kammermusik in der Pinakothek der Moderne:
"Sonate 27. April 1945" am Freitag, 15. April 2005, 18.00 Uhr.

In der aktuellen Konzertreihe der Bayerischen Staatsoper für moderne Kammermusik finden im Jahr 2005 vier Konzerte statt, unterstützt von den Freunden des Nationaltheaters, im Ernst-von-Siemens-Auditorium der Pinakothek der Moderne. Dabei soll auch des 100. Geburtstags von Karl Amadeus Hartmann gedacht werden. So kommt am 15. April 2005 Hartmanns "Sonate 27. April 1945" durch Oliver Kern zur Aufführung.
Im Ankündigungs-Faltblatt der Bayerischen Staatsoper (Staatsintendant Sir Peter Jonas) ist über das Programm dieses Konzerts zu lesen:
"Kompositionen des Leides, der Trauer und des Abschieds stehen im Mittelpunkt ... .Karl Amadeus Hartmann schrieb seine Klaviersonate vor genau sechzig Jahren, als der Strom der aus dem KZ Dachau befreiten Menschen durch München zog".

Als Fakt ist festzuhalten:
Der Hintergrund der "Sonate 27. April 1945" wird trotz des aktuellen Anlasses der Auseinandersetzung mit K. A. Hartmanns Person und Werk im Jubiläumsjahr falsch wiedergegeben.
Der "Todesmarsch" der Dachauer KZ-Häftlinge ist den Verfassern unbekannt und wird in völliger Verkennung des Werks und seiner human-zeitgeschichtlichen Intention zum "Marsch der Befreiten". Unbekannt ist den Verfassern weiter, daß die Amerikaner erst am 30. April 1945 in München einrückten.
Damit zeigt sich wiederum, wie wichtig es ist, zeitgeschichtliche Fakten fachübergreifend aufzubereiten und zugänglich zu machen.
Das Internet ist hierzu eine hilfreiche Möglichkeit (vgl. http://www.schott-cms.com/nocache/kah/biographie.html .
Es sollte den Veranstaltern dieser Konzertreihe ein Anliegen sein, die notwendigen Berichtigungen alsbald vorzunehmen, um so der Persönlichkeit des Komponisten und seinem Anliegen gerecht zu werden.


Neue Publikationen zur Münchner Zeitgeschichte und darüber hinaus.
Hinweise von Klaus Bäumler.

In dieser Ausgabe unseres Informationsblatts "Der Maxvorstädter" sollen neuere Publikationen zur Münchner Zeitgeschichte vorgestellt werden. Es sind auch Veröffentlichungen darunter, die zwar keinen spezifischen Bezug zu München haben, die aber zugleich einen thematischen Ansatz enthalten, der für weitere Untersuchungen in München wichtig ist.

Helga Pfoertner: Mahnmale, Gedenkstätten, Erinnerungsorte für die Opfer des Nationalsozialismus in München 1933 - 1945. Mit der Geschichte leben. Band I: A-H, Band II: I-P, Band III: Q-Z. Literareon im Herbert Utz Verlag, München-Maxvorstadt, Adalbertstr. 57 (Maxvorstadt).

Helga Pfoertner hat mit diesem dreibändigen Werk im Gesamtumfang von 735 Seiten ein einzigartiges Nachschlagewerk zur Münchner Erinnerungskultur geschaffen. Wenn die Autorin einleitend im Band III, der Ende 2004 erschienen ist, schreibt daß diese Dokumentation einen Überblick über die bisher geschaffenen Mahnmale, Gedenkstätten und Erinnerungsorte gibt und zugleich "diese Aufstellung Vorarbeit für ein künftiges Nachschlagewerk sein kann" ist sie für ihre Bescheidenheit zu loben. Denn diese Arbeit hat sie bereits geleistet. In akribischer Recherche vermittelt Helga Pfoertner zu jedem Erinnerungsort dem Leser eine Fülle von Informationen zum Anlaß und Entstehung, zum geschichtlichen Hintergrund und zur Deutung des Denkmals. Ausführlich geht die Autorin auf die Biographie der Widerstandskämpfer ein, zeigt politische, religiöse und weltanschauliche Motive auf und belegt ihr Urteil mit umfassenden Literaturnachweisen. Mit den Kurzbeschreibungen der Erinnerungsorts, den Hinweisen auf die Künstler und die Erreichbarkeit des Aufstellortes mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann dieses Werk auch als thematischer Stadtführer genutzt werden. Helga Pfoertner hat ihre Intention, "ein

Textlesebuch zu schaffen, das sich in den Kontext der ortsgebundenen wie der allgemeinen Zeitgeschichte einfügt", nicht nur erreicht, sondern vorbildlich realisiert.

Helga Pfoertner zeigt auf, daß unabhängig von der Notwendigkeit eines Dokumentationszentrums über die NS-Zeit in München, der lokalen Erinnerungsarbeit im öffentlichen Raum eine große Rolle zugekommen ist.
In keiner Münchner Schule, in keiner Stadtbibliothek darf diese Publikation fehlen. Aber auch Institutionen, die mit zeitgeschichtlicher Erinnerungsarbeit befasst sind, ist die Anschaffung dringend zu empfehlen.
Es wäre zu wünschen, daß das von Helga Pfoertner geschaffene Nachschlagewerk von den Trägern des künftigen NS-Dokumentationszentrum alsbald auch für die virtuelle Nutzung aufbereitet wird. Dies wäre eine der ersten Aufgaben der alsbald zu berufenden Gremien (Kuratorium, wissenschaftlicher und politischer Beirat) des NS-Dokumentationszentrums.

Zum Beleg für die fast enzyklopädische Bandbreite allein des dritten Bands seien hier die Stichworte "Rösch, Augustin Pater SJ", "Scharrer, Hans", "Sinti und Roma," "Sozialdemokratische Partei Deutschlands", "Sperr, Franz", "Spanier, Julius", Stein, Edith", "Todesmarsch", "Toller, Ernst", "Wehrle, Hermann", "Wieland, Heinrich", "Willstätter, Richard" erwähnt.
Das Wünschenswerte beschränkt sich auf Marginales. Ein Gesamtregister der drei Bände wäre entbehrlich, wenn die künftige Internetseite für die Suche aufbereitet wird. Pfoertner hat die Zugehörigkeit der Erinnerungsorte zum jeweiligen Stadtteil vermerkt. Die insoweit notwendigen Korrekturen, vor allem zur Abgrenzung Schwabing / Maxvorstadt / Altstadt, sind problemlos möglich.

Wolfram Selig: "Arisierung" in München. Die Vernichtung jüdischer Existenz 1937 - 1939. Metropol-Verlag, Berlin 2004.

1933 hatte die jüdische Gemeinde in München über 9000 Mitglieder. Anfang 1938 waren noch 1800 Gewerbetreibende jüdischer Herkunft in München registriert.
Wieviele Betriebe in den Jahren 1933 - 1937 von Juden im Sinne der Nürnberger Gesetze auf "Arier" übertragen wurden, ist derzeitig immer noch nicht bekannt.
Wolfram Selig, der bis zu seiner Pensionierung im Stadtarchiv München tätig war, hat in zehnjähriger Forschungsarbeit die sog. Arisierung in München in den Jahren 1937 - 1939 recherchiert. In einem Werk mit über 950 Seiten hat er nun die Ergebnisse, beschränkt auf diese beiden Jahre, publiziert.
Für die Erinnerungsarbeit in München liegt in der Zusammenschau mit dem Biographischen Gedenkbuch für die Münchner Juden, herausgegeben vom Stadtarchiv München, nunmehr eine wichtige Arbeitsgrundlage vor. Das umfassende Werk wird durch Personenregister, Firmenregister und Straßenregister für die lokale Recherche erschlossen. Kritisch anzumerken ist, daß die Arbeit mit dem Firmenregister aus verschiedensten Gründen nicht ganz einfach ist. Ein Beispiel: Die Firma Josef Rodenstock findet sich nicht unter dem Buchstaben "R"; sie wird unter "J" eingeordnet. Nach der Firma Uhlfelder sucht man vergeblich unter "U", weil sie entsprechend dem Vornamen "Heinrich" unter "H" verzeichnet ist.
Ein Desiderat bleibt derzeit noch die wissenschaftliche Aufarbeitung der sog. Arisierungsstelle mit den Aktivitäten des "Beauftragten des Gauleiters" Hans Wegner. Zu durchleuchten sind auch Machenschaften der Münchner Rechtsanwälte Friedrich Andreas Kügle II und Kurt Wolf, die sich im KZ Dachau Vollmacht zur Verwertung jüdischen Vermögens erteilen ließen. Das Namensregister zeigt auf, daß Kügle II und Wolf in viele "Arisierungs-Fälle" verwickelt waren.


Macht und Gesellschaft. Männer und Frauen in der NS-Zeit. Eine Perspektive für ein künftiges NS-Dokumentationszentrum in München. München 2004.

Im Juni 2004 fand zu diesem Thema im Münchner Stadtmuseum eine Tagung statt. Vorträge und Diskussionen sind nunmehr in einer 110 Seiten starken Publikation nachzulesen. Einige der Vortragenden (so Ulrike Haerendel, Lerke Gravenhorst und Katrin Seybold) haben sich die Mühe gemacht, ihre Referate mit ausführlichen Anmerkungen und Literaturverzeichnissen zu ergänzen. Damit wird das Ziel der Veranstalter, eine Lücke in der bisherigen Erinnerungs- und Forschungsarbeit aufzuzeigen und zugleich einen konkreten Beitrag zur inhaltlichen Konzeption des Münchner NS-Dokumentationszentrums zu erbringen, optimal umgesetzt. Irmgard Schmidt, Frauenbeauftragte im Bezirksausschuß Maxvorstadt, ist vor allem zu danken, daß sie mit großer Nachhaltigkeit das Thema aufgegriffen, in die Arbeit des BA Maxvorstadt eingebracht und die Idee des Symposiums realisiert hat.
Der Tagungsband kann - so lange Vorrat reicht - kostenlos in der Stadtbücherei Maxvorstadt, Augustenstraße 92 sowie in der Geschäftsstelle des BA Maxvorstadt, Tal 13, Tel. 22802673 abgeholt werden.
In die Gesamtschau der Rolle der Frauen in der NS-Zeit gehört auch das Thema "Frauen in der Emigration". Hiltrud Häntzschel hat bereits hierüber gearbeitet. Es wäre zu wünschen, daß die Ergebnisse ihrer Forschung z.B. im "Montags-Forum" der VHS München "München in der NS-Zeit" vorgetragen werden.

Rolf Sachsse: Die Erziehung zum Wegsehen. Fotografie im NS-Staat. Philo Fine Arts 2003. ISBN 3-364-00390-4.

In dem NS-Dokumentationszentrum München wird die zeitgeschichtliche Fotografie eine große Rolle spielen. Dabei kommt es darauf an, übergreifendes Wissen zu erschließen. In diesem Sinne hat der BA Maxvorstadt beim Kulturausschuß angeregt, Rolf Sachsse einzubeziehen. Er hat eine umfassende Geschichte der Fotografie im NS-Staat publiziert. Das Medium Fotografie zur Durchsetzung staatlicher und ideologischer Ziele durch das NS-Regime ist sein Thema.; ebenso Fotografie als Mittel der breiten Kriegspropaganda, ihre Verwendung bei Rassismus, Verfolgung und Widerstand. Dokumente und biographische Daten zu den Fotografen erweisen sich als wertvolle Bestandteile der Publikation.

110 Jahre München - Stadelheim. 1894 - 2004. Stadelheimer Hefte Nr. 2, Oktober 2004.

Die "Justizvollzugsanstalt München, Stadelheimer Straße 12" ist in ihrer Bedeutung für die Münchner Zeitgeschichte nicht zu unterschätzen. Es ist daher sehr erfreulich, daß durch die Initiative des derzeitigen Leiters Hans H. Moser dieser geschichtliche Abriß vorgelegt wurde. Ausgestattet mit Bildern und Dokumenten sind z.B. die Kapitel "Auswirkungen der Räterepublik auf die Strafanstalt Stadelheim", "Das Strafgefängnis Stadelheim zwischen 1933 und 1945", "Luftangriffe auf das Gefängnis Stadelheim" mit vielen sonst schwer recherchierbaren Fakten aus dem hauseigenen Archiv angereichert. Eingehend dargestellt ist auch das Kriegsende in Stadelheim. Noch am 29. April 1945 sollten auf Anordnung des Volksgerichtshofs, der zu dieser Zeit in Stadelheim Sitzungen abhielt, Hinrichtungen vorgenommen werden. Durch den Widerstand der Beamten konnten die Verurteilten vor der Hinrichtung bewahrt werden.
Das Heft umfasst 63 Seiten und ist zu beziehen über die JVA Stadelheim. Die Schutzgebühr beträgt 3 Euro.

Irene Stuiber und Jürgen Zarusky: Hingerichtet in München - Stadelheim. München 2004.

Im Jahr 1954 wurden auf Beschluß des Münchner Stadtrats die sterblichen Überreste von 95 Opfern des NS-Regimes, die in den Jahren 1942-1945 in Stadelheim mit dem Fallbeil hingerichtet worden waren, aus Reihengräbern im Friedhof am Perlacher Forst in ein Sammelgrab umgebettet. Es erhielt die Bezeichnung "Sammelgrab II, KZ Ehrenhain II". Es waren Männer aus Deutschland, Österreich, der Tschechoslowakei und Polen. Auch Hans Leipelt hatte hier seine letzte Ruhestätte gefunden. Erst am 18. Juli 1996, zu Leipelts 75. Geburtstag, wurde ein Grabstein errichtet, der die Namen aller dort Bestatteten trägt. Marie-Luise Schultze-Jahn hatte sich dafür eingesetzt, daß die Toten aus der Anonymität zurückgeholt wurden.
Irene Stuiber und Jürgen Zarusky haben nunmehr eine biographische Dokumentation der Toten des sog. Sammelgrabs II vorgelegt. Zugleich erhält der Leser einen Überblick über Widerstand und Verfolgung in Deutschland, Österreich, Tschechoslowakei und Polen.
Die sorgfältig mit den Fundstellen der Dokumente editierte Broschüre umfaßt 87 Seiten und ist auch über das Kulturreferat der LHSt München zu beziehen.

Hermann Düringer / Hartmut Schmidt (Hrsg.): Kirche und ihr Umgang mit Christen jüdischer Herkunft während der NS-Zeit - dem Vergessen ein Ende machen. Bd. 130 der Arnoldshainer Texte. Frankfurt 2004. 176 Seiten. Euro 22,00. ISBN 3-89846-314-1.

Die Ausgabe unseres Informationsblattes "Der Maxvorstädter" zum 9. November 2003, dem Tag der Grundsteinlegung des Jüdischen Zentrums am St. Jakobsplatz, befaßte mit dem Schicksal von Elisabeth Braun. Am 20. Novemer 1941 wurde sie mit der ersten Deportation nach Kaunas in Litauen verschleppt und dort ermordet. Zusammen mit ihr wurden tausend Münchner Bürgerinnen und Bürger, die überwiegend der Israelitischen Kultusgemeinde angehörten, ermordet. Es waren aber auch evangelische und katholische Christen jüdischer Herkunft. Zu ihnen gehörte Elisabeth Braun, die schon früh zum evangelischen Glauben konvertiert war.
"Evangelische Kirchen in Deutschland haben während der nationalsozialistischen Herrschaft eigene Mitglieder, so genannte Christen nichtarischer Herkunft, der ... Verfolgung und Vernichtung schutzlos preisgegeben.... Einige Landeskirchen haben die Thematik in der Zwischenzeit aufgegriffen und begonnen, die Geschichte dieser ‚vergessenen Kinder der Kirche' zu erforschen". Dies konstatiert Hermann Düringer. Leiter der Evangelischen Akademie Arnoldshain in seinem Vorwort zu einem Tagungsband, der die Vorträge eines Symposiums im Juni 2004 dokumentiert.
Es ist zu hoffen, daß die Initiatoren dieser Veranstaltung ihr Ziel erreichen, nämlich ein Forschungsprojekt der Landeskirchen Hessen - Nassau auf den Weg zu bringen. Vorbild kann das bereits angelaufene Forschungsprojekt der hannoverschen Landeskirche sein.
Auch für Bayern und München ist ein solches Forschungsprojekt überfällig. Exemplarisch für das Schicksal einer evangelischen Christin jüdischer Herkunft steht die Biografie von Elisabeth Braun, die 1934 das Hildebrand-Haus erworben hat und es mit ihrem gesamten Vermögen 1940 - vor ihrer Deportation - testamentarisch der Landeskirche vermachte. Auf Grund der Recherchen von Pfarrer Ernst Ludwig Schmidt, Erlangen und Klaus Bäumler haben Landeskirche und Stadt München gemeinsam nun einen Forschungsauftrag zum zeitgeschichtlichen Aspekt des Hildebrand-Hauses und der Biographie Elisabeth Brauns erteilt.
Aber auch in München und in Bayern sollte die Evangelische Landeskirche über das Einzelschicksal von Elisabeth Braun hinaus "dem Vergessen ein Ende machen" und sich der Vergangenheit stellen.

Karl Barth, Briefe des Jahres 1933. Hg. von Eberhard Busch, Bartolt Haase und Barbara Schenck. Theologischer Verlag - Zürich 2004. 683 Seiten, Euro 30,00.

Der Schweizer Theologe Karl Barth (1886-1968) zählt als Gegner des Nationalsozialismus zu den "Vätern der Bekennenden Kirche". 1935 mußte er die Universität Bonn verlassen und ging zurück nach Basel.
Der Theologische Verlag gibt im Rahmen eines Gesamtwerks die Briefe Karl Barths heraus. Hier soll auf die Briefe des verhängnisvollen Jahres 1933 hingewiesen werden. 1933 war ein Jahr der Entscheidungen auch für Karl Barth. Er lehnte z.B. mit detaillierter Begründung den ihm angesonnenen Austritt aus der SPD ab und unterstützte Pfarrerkollegen in diesem Sinne. Die kommentierte Brief-Edition dokumentiert die vielfältigen Kontakte Barths in Deutschland, über seinen Lehrstuhl in Bonn hinaus. Mit detailliertem Schlagwortregister, Namensverzeichnis mit biographischen Angaben, Ortsregister und einer Zeittafel ist der Zugang erleichtert.
Mit Blick auf das Schicksal nichtarischer Christen in der evangelischen Kirche ist der Briefwechsel Barths mit Elisabeth Schmitz (1893-1977) von besonderem Interesse. In ihrem Brief vom 18. April 1933 (!) schildert sie, wie sie in ihrem engsten Freundeskreis "erschütternd schwer die Folgen der Judenverfolgung" erlebt. Sie stellt die Frage, ob die Kirche nicht wenigstens die elementare Pflicht hätte, "sich um ihre eigenen verfolgten Glieder zu kümmern". "Nimmt sie die Schuld an all den vielen Selbstmorden, die bereits durch die Verfolgung vorgekommen sind, so leicht? Karl Barth dankt in seiner Antwort (Brief vom 2. Mai 1933, S. 187), weil er froh sei um jede deutsche Stimme, die er jetzt solche Worte aussprechen hört. Er kommt zum Ergebnis, daß er durch seine Arbeit nach innen mehr erreichen könne, als durch ein öffentliches Votum.

Die beispielhaft "aufrechte" Biographie von Elisabeth Schmitz, die ebenso wie Wilhelm Freiherr von Pechmann früh innerhalb der evangelischen Kirche die Verantwortung für Juden und evangelische Christen jüdischer Herkunft einforderte, ist dargestellt im oben besprochenen Tagungsband der Arnoldshainer Texte Band 130 von Andreas Pangritz in seinem Vortrag "Die späte Entdeckung einer Zeugin: Leben und Wirken von Elisabeth Schmitz".

Von den vielfältigen Kontakten Barths nach München seien hier sein Briefwechsel mit Wilhelm Freiherr von Pechmann, Albert Lempp (Inhaber des Chr. Kaiser Verlags) sowie Georg Merz beispielhaft erwähnt.
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Pro und Contra:
"Stolpersteine" des Erinnerns und Gedenkens im öffentlichen Raum.
Wortprotokoll der Diskussion im Stadtrat vom 16. Juni 2004.

Die Diskussion über das Projekt der "Stolpersteine" hat in München zu einem offenen Dissens in der Erinnerungsarbeit geführt. Gräben haben sich dort aufgetan, wo sonst Gemeinsamkeit vorhanden war. Konsens und Bündelung der Kräfte sollte auch mit Blick auf die jüngsten Ereignisse in Dresden angestrebt werden.

Der Bezirksausschuß Maxvorstadt hat im Rahmen seiner zeitgeschichtlichen Erinnerungsarbeit bislang einer Beschlußfassung enthalten. In der Tat war es bedenklich, ohne die erforderlichen administrativen Voraussetzungen geschaffen zu haben, "Stolpersteine" zu verlegen.
Im Rahmen unseres Projekts "Dem Gedenken Namen und Orte geben. Zum Beispiel Augustenstraße" haben wir versucht, einen Weg des Konsenses zu finden, um möglichst konkret im Quartier an das Schicksal unser MitbürgerInnen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, zu erinnern. Die positive Resonanz dieses Projekts ermutigt uns, auf diesem Weg weiterzumachen.

Andrerseits darf nachgefragt werden, mit welcher rechtlicher Grundlage die unmittelbare Entfernung der "Stolpersteine" durch die Administration der Stadt zu rechtfertigen ist. In diesem Sinne hat sich unser Gremium unmittelbar an die Stadt München gewandt und Aufklärung erbeten. Die Antwort auf diesen förmlichen Antrag steht noch aus.

Um die Argumente des Stadtrats und der Stadtspitze bei der Ablehnung des Stolperstein-Projekts transparent zu machen, publizieren wir in dieser Ausgabe unseres Informationsblatts "Der Maxvorstädter" das Wortprotokoll der Vollversammlung des Stadtrats vom 16. Juni 2004.zusammen mit dem Dringlichkeitsantrag Nr. 1704 vom 16.Juni 2004.

Das Wortprotokoll ist auch in der Geschäftsstelle des BA 3 erhältlich

 

und Stadtverwaltung
BA-Maxvorstadt

Text als pdf

Ein NS-Dokumentationszentrum für München
Politische Chronologie

1. Bayerischer Landtag

26.10.2001 - Antrag der Abgeordneten Dr. Hildegard Kronawitter
"Die Staatsregierung wird gebeten, mit der Stadt München in Verhandlungen mit dem Ziel einzutreten, im unmittelbaren Umfeld des Königsplatzes und unter Einbeziehung vorhandener staatlicher Gebäude aus der NS-Zeit ein ortsbezogenes NS-Dokumentationszentrum mit Gedenkstätte für bayerische NS-Opfer sowie Personen des Widerstandes einzurichten. Dem Landtag soll darüber schriftlich berichtet werden." (Drs. 14/7807)

23.01.2002 - Der Antrag wird im Ausschuss für Hochschule, Forschung und Kultur behandelt und mit Beschlussempfehlung an den Bayerischen Landtag überwiesen.

23.03.2002 - Der Bayerische Landtag beschliesst ein "Konzept zur umfassenden Darstellung der NS-Vergangenheit der Landeshauptstadt München"

"Die Staatsregierung wird aufgefordert, in Zusammenarbeit mit der Stadt München und dem Bund unter Einbeziehung der Öffentlichkeit und aller zuständigen Behörden und Institutionen ein wissenschaftlich fundiertes Konzept zur umfassenden Darstellung der NS-Vergangenheit der Landeshauptstadt München, insbesondere ihrer Rolle als ‚Hauptstadt der Bewegung' und als Ort des Widerstandes, zu erarbeiten." (Drs. 14/9045)

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Aus einem Schreiben von Ministerialdirigent Wolfgang Lazik an den Vorsitzenden des BA Maxvorstadt, Klaus Bäumler, vom 22. September 2003

"Dem Bezirksausschuss Maxvorstadt und Ihnen persönlich als dem Vorsitzenden gebührt für das Engagement bei der Erinnerungsarbeit zur NS-Vergangenheit der Landeshauptstadt München Dank und Anerkennung. Mit großem zeitlichen Aufwand, wissenschaftlicher Genauigkeit und historischem sowie lokalgeschichtlichem Spürsinn ist es dem BA Maxvorstadt gelungen, Erinnerungs- und Dokumentationsarbeit über den Nationalsozialismus in München zu leisten und durch Materialien zu fundieren. Hierfür darf ich Ihnen auch im Namen von Herrn Ministerpräsident Dr. Stoiber danken."

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2. Stadtrat und Stadtverwaltung

14. Dezember 1988 - Beschluss des Stadtrats
Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens Nr. 1650 (Bereich Brienner Strasse zwischen Königsplatz und Karolinenplatz) fordert die Stadt ein "Haus für Zeitgeschichte". Es soll u.a. die historische Entwicklung des Nationalsozialismus sowie die Zeit des "Dritten Reiches" dargestellt werden.

19. Juli 1989 - Beschluss des Stadtrats
Trotz Ablehnung durch den Freistaat Bayern hält die Stadt an einem "Haus für Zeitgeschichte" fest und beauftrag den Oberbürgermeister mit dem Freistaat zu verhandeln.

2. Oktober 1997 - Beschluss des Stadtrats (Kulturausschuss)
Im Stadtmuseum soll eine Dauerausstellung "München 1933-1945" eingerichtet werden. Damit wird der Beschluss vom 21.05.1996 konkretisiert, der das Kulturreferat beauftragt hatte, ein Konzept für eine Gedenkstätte bzw. Dokumentationszentrum zu entwickeln und Vorschläge für die Realisierung bis Ende 1996 zu erarbeiten. (Antrag Stadtrat Fricke vom 10.10.1994 Nr. 1832)

16. Oktober 2001 - Beschluss des Stadtrats (Kulturausschuss)
Das Kulturreferat soll sich an den Freistaat Bayern wenden, um ein gemeinsames Vorgehen zur Realisierung eines NS-Dokumentationszentrums / Königsplatz zu erreichen. Das Kommunalreferat soll nach geeigneten städtischen Grundstücken suchen. (Anträge Nr. 2208 vom 08.09.2000 der Stadtratsfraktion der Grünen/B'90, Nr. 5469 des BA-Maxvorstadt vom 12.12.2000, Nr. 2390 vom 12.12.2000 des Stadtrats)

3. Juli 2002 - Beschluss des Stadtrats (Vollversammlung)
Die Stadt erklärt ihre Bereitschaft und ihren Willen, ein Dokumentationszentrum gemeinsam mit dem Freistaat Bayern zu betreiben und hierfür eine Drittelfinanzierung (Bund, Land, Kommune) zu übernehmen. Ein Fachbeirat soll als gemeinsames Gremium von Stadt und Freistaat konstituiert werden. Ab September 2002 soll ein vorbereitender Arbeitskreis installiert werden. Der BA-Maxvorstadt soll eingebunden werden. Das Kultur-Budget wird befristet auf drei Jahre um insgesamt 150.000 Euro (Sach- und Personalkosten) erhöht.

21. Januar 2003 - Zusammensetzung des Kuratoriums zur Vorbereitung des NS-Dokumentationszentrums

Oberbürgermeister Christian Ude trifft die Staatsministerin Monika Hohlmeier zu einem Gespräch über die Besetzung des Kuratoriums für die Konzeption des NS-Dokumentationszentrums. Darin wird festgelegt, dass dem Kuratorium je ein Vertreter des Bundes, des Freistaates Bayern und der Stadt sowie angesehne Vertreter der großen Parteien, der drei Religionsgemeinschaften, der Zeitzeugen-Generation, eine renommierte publizistische Persönlichkeit und ein kooptierter Sprecher des vom Kuratorium zu bestellenden wissenschaftlichen Beirates angehören sollen. - Ein weitergehender Vorschlag von Staatsministerin Hohlmeier eines "dritten Gremiums" wird von der Landeshauptstadt abgelehnt.

19. März 2003 - Beschluss des Stadtrats (Vollversammlung)
Es soll ein Kuratorium und ein wissenschaftlicher Beirat installiert werden. Bauherrn- und Trägerschaft müssen noch offen bleiben.

19. März 2003 - Beschluss des Stadtrats (Vollversammlung)
Ein begleitendes "Drittes Gremium" (Vorschlag von Staatsministerin Monika Hohlmeier) wird abgelehnt.

20. November 2003 - Beschluss des Stadtrats (Vollversammlung)
Bericht über die Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern und die Bestellung einer Gutachtergruppe für die inhaltliche Konzeption. Ausführungen zur Frage des Raumbedarfs. 1000 qm wären sehr knapp bemessen. Darlegungen zum Standort (ehem. TU-Gelände, "Bunkergelände"; südlich der Alten Pinakothek sowie Bereich des ehem. "Braunen Hauses"). Bei den staatlichen Planungen für Hochschule für Film und Fernsehen und Ägyptisches Museum bzw. Alter Chemie soll als Option das NS-Dokumentationszentrum berücksichtigt werden.

21. April 2003 - Beschluss des Stadtrats (Vollversammlung)
Die Stadtrat würdigt die beiden Ausarbeitungen der Gutachtergruppe kritisch. Die Voten Kugelmann, Norbert Frei und Knigge werden nicht in den städtischen Grundlagenkatalog aufgenommen. Basis für die inhaltlichen Verhandlungen mit dem Freistaat sollen die Ergebnisse der Symposien 2001/2002, das Thesenpapier des Initiativkreises, das Papier zum Gendergedanken (vgl. BA 3 vom 10.02.2003) sowie das Gutachten Prof. Nerdinger sein.
OB Christian Ude erhält den Auftrag, mit dem Freistaat wegen Finanzierung und Standort zu verhandeln.



3. BA-Maxvorstadt

11. Juni 1996 - Antrag zur Aufstellung einer Informationstafel (Nr. 23)
Der BA-Maxvorstadt beantragt die provisorische Informationstafel von Julian Rosefeldt und Piero Steinle permanent aufzustellen. Die neue Tafel erläutert in deutscher und englischer Sprach den Umgriff des NS-Parteizentrums im Umfeld des Königsplatzes. Sie wurde im Januar 2002 aufgestellt.

17. September 1996 - Antrag, die Sockel der sog. Ehrentempel in die Denkmalliste aufzunehmen (Nr. 289)
Das Landesamt für Denkmalpflege ist diesem Antrag, der von der Stadt München unterstützt wurde, nachgekommen. Die Anfang der 1990er Jahre diskutierte Überbauung ist damit endgültig vom Tisch.

17. September 1996 - Antrag auf Errichtung einer Gedenkstätte bzw. eines Dokumentationszentrums für NS-Opfer und Widerstandskämpfer
(Nr. 285)
Der BA beantragt im Umfeld des Königsplatzes auf der Grundlage der Ausstellung "Bürokratie und Kult" eine der "Topographie des Terrors" in Berlin vergleichbare Einrichtung in München zu schaffen. Die Trägerschaft sollen die Stadt München, der Freistaat Bayern und der Bund übernehmen.
Aufgrund dieses Antrags beschliesst der Stadtrat am 2. Oktober 1997, im Stadtmuseum eine Dauerausstellung "München 1933-1945" einzurichten. Mitte 2003 wird die Ausstellung "Nationalsozialismus in München - Chiffren der Erinnerung" eröffnet.

12.Dezember 2000 - Antrag auf Errichtung eines NS-Dokumentationszentrums (Nr. 5469)
"Die Landeshauptstadt München verhandelt mit dem Freistaat Bayern mit dem Ziel, im unmittelbaren Umfeld des Königsplatzes unter Einbeziehung vorhandener Gebäude eine Erinnerungsstätte (Dokumentationszentrum zur Entwicklung des Nationalsozialismus; Zentrale Gedenkstätte für NS-Opfer und Widerstandskämpfer) zu schaffen."

12. Dezember 2000 - Antrag, den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 1650 aufzuheben (Nr. 5470)
Die damaligen Planungen des Freistaats für den Bereich beiderseits der Brienner Straße sind längst überholt. "Bauen auf kontaminiertem Boden", "Nachdenken statt Bauen" waren die Schlagworte der Diskussion. Die Stadt soll ein "städtebauliches Zeichen setzen". Die formelle Behandlung dieses BA-Antrags steht noch aus (vg. Stadtratsbeschluss vom 03.03.2002).

12. Dezember 2000 - Antrag zu den Grünflächen beiderseits der Brienner Strasse (Nr. 5471)
Die staatlichen Grünflächen auf dem Areal der Hochschule für Musik und Theater (ehem. Führerbau) und des Zentralinstituts für Kunstgeschichte (ehem. NS-Verwaltungsbau) beiderseits der Brienner Strasse sollen als Grünanlagen für die Bürger begehbar und erlebbar gemacht werden. Die Behandlung dieses BA-Antrages durch die Stadt München steht noch aus.

12. März 2002 - Antrag auf Einbeziehung des Bezirksausschusses in die Planung des NS-Dokumentationszentrums mit Stimmrecht (Nr. 7068)
"1. Die Landeshauptstadt trägt dem Landtagsbeschluss vom 23. Januar 2002 auch in Bezug auf den Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt Rechnung.
2. Bei der Entwicklung des Konzepts und der Planung des Dokumentationszentrums wird der Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt formal und inhaltlich im einschlägigen Gremium (Kuratorium, Beirat o.ä.) durch eine Vertretung mit Stimmrecht eingebunden."

10. Februar 2003 - Stellungnahme des Bezirksausschusses zum NS-Dokumentationszentrum
"Basierend auf den Ergebnissen des Symposions (5.-7.12.2002/16.-17.01.2003) spricht sich der BA Maxvorstadt für eine "Große Lösung" des NS-Dokumentationszentrums (Beschluss Stadtrat 18.12.2002) aus. Die Einrichtung sog. "Geschichtspfade" stellt für sich allein keine Alternative dar. (…) Anzustreben ist (…) eine Situierung auf dem ehem. Süd-Ost-Gelände der Technischen Universität südlich der Gabelsbergerstraße gegenüber der Alten Pinakothek. Im Zuge der Überplanung dieses staatlichen Areals für die Hochschule für Film und Fernsehen sowie für die Ägyptische Sammlung ist in das Raumprogramm auch das NS-Dokumentationszentrum einzubeziehen."
Berücksichtigung der sog. Geschlechterperspektive in der zeitgeschichtlichen Erinnerungsarbeit (vgl. Tagung "Macht und Gesellschaft. Männer und Frauen im Nationalsozialismus.").

11.02.2003 - Antrag auf Beteiligung des Bezirksausschusses am Kuratorium für die Vorbereitung des NS-Dokumentationszentrums (Nr. 882) und Antrag von Frau StRin Mechthild von Walter vom 21.02.2003 (Nr. 02-08 / A 00688)
"Wir bitten, sich dafür einzusetzen, dass dem Bezirksausschuss Maxvorstadt ein Sitz im Kuratorium eingeräumt wird. Insoweit verweisen wir auf den Antrag des BA Maxvorstadt vom 19.03.2002, Nr. 7068."

"Der Stadtrat möge beschliessen: In dem Kuratorium, das zur Errichtung eines NS-Dokumentationszentrums am Königsplatz eingerichtet wird, soll auch der Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt mit Sitz und Stimme vertreten sein."

09.12.2003 - Antrag über Standortfrage für das NS-Dokumentationszentrum
"Die Landeshauptstadt München verhandelt mit dem Freistaat Bayern unter Einbeziehung des für die sog. Alte Chemie in Aussicht genommenen Investors über die Situierung des NS-Dokumentationszentrums im sog. Hörsaaltrakt an der Meiserstraße."

11.11.2003 - Stellungnahme des Bezirksausschusses zur Umnutzung der Alten Chemie für das NS-Dokumentationszentrum
"In der Umnutzung des sog. Hörsaaltraktes der Alten Chemie wird eine Chance für die rasche Realisierung des NS-Dokumentationszentrums München gesehen. Verhandlungen hierzu zwischen Stadt München, Freistaat Bayern und Investor sollten zeitnah geführt werden, um diesen Vorschlag auf seine Machbarkeit‚ abzuklopfen'"

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Aus einem Schreiben des Alt-Oberbürgermeisters des Stadt München Dr. Hans-Jochen Vogel an den Vorsitzenden des Bezirksausschusses Maxvorstadt, Klaus Bäumler, vom 10. Januar 2004:

"(…) einmal mehr habe ich Anlass, Ihnen meinen Respekt für die Arbeit Ihres Bezirksausschusses auf dem Gebiet der Auseinandersetzung mit der jüngeren Zeitgeschichte zu bekunden. Sie leisten hier in der Tat Beispielhaftes - und zwar auch durch die Art und Weise, wie Sie bei dieser Auseinandersetzung auf Vorgänge und Entwicklungen in Ihrem Stadtbezirk Bezug nehmen. (…)"

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Stand November 2004:
Weder das Kuratorium noch der Beirat sind berufen. Fragen des Standorts, der Finanzierung, die Form der Trägerschaft sind offen. Eine Stadtratsvorlage wird im November erwartet.
Text als pdf

 

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 2005
60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz
27. Januar 2005

In Form einer Proklamation hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus bestimmt (Bulletin der Bundesregierung vom 23. Januar 1996 Nr. 6). Die sowjetische Armee hatte am 27. Januar 1945 das Vernichtungslager Auschwitz erreicht. Der sowjetische Front-Kameramann Alexander Woronzow hat mit seinem Dokumentarfilm ein Zeugnis unsäglichen menschlichen Leids für die Nachwelt überliefert.

Seit 1996 führt der Bezirksausschuß Maxvorstadt, überwiegend mit Kooperationspartnern, jeweils zum 27. Januar Gedenkveranstaltungen durch. Einen ausführlichen Überblick über die Veranstaltungen und die hierzu erschienenen Publikationen enthält unsere Internet-Seite.

1996 erinnerten wir an Schicksale jüdischer Mitbürger in der Maxvorstadt (Alfred und Hedwig Pringsheim, Richard Willstätter, Heinrich Rheinstrom, Karl und Anna Neumeyer).

1997 erfolgte die Benennung einer Platzfläche an der Türkenstraße nach Georg Elser, der am 9. April 1945 im KZ Dachau ermordet wurde.

1998 wurde ein Weg zwischen Ludwigstraße und Kaulbachstraße nach Walter Klingenbeck benannt. Klingenbeck wurde mit 19 Jahren in Stadelheim am 5. August 1943 hingerichtet.

1999 stand mit dem Wittelsbacher Palais, der "Täterort" der ehemaligen Gestapo-Zentrale und des Gestapo-Gefängnisses im Mittelpunkt der zeitgeschichtlichen Erkundung.

2000 führten wir zur Erinnerung an Wilhelm Freiherr von Pechmann zusammen mit der Bayerischen Staatskanzlei eine Gedenkveranstaltung im Prinz-Karl-Palais durch. Aktueller Anlaß war die Benennung eines Wegs an der Ostseite der Königinstraße nach Freiherr von Pechmann.


Die für 2001 geplante Veranstaltung "Wunden der Erinnerung: Oradour sur Glâne" mit der wir als Beitrag zur Europäischen Erinnerungsarbeit an das grauenhafte Massaker der SS-Panzerdivision am 10. Juni 1944 erinnern wollten, konnten wir erst im Januar 2003 im Bayerischen Hauptstaatsarchiv durchführen. Der Bürgermeister von Oradour-sur-Glâne war aus diesem Anlaß nach München gekommen.

Zum Gedenktag 2002 konnte die Informationstafel an der Brienner Straße neu aufgestellt werden. Sie informiert auch in englischer Sprache über das NS-Macht-und Kultzentrum im Umfeld des Königsplatzes in der Maxvorstadt.

2004 erinnerten wir im Liebig-Hörsaal der alten Chemischen Institute an der Meiserstraße unter dem Leitspruch "Wissenschaft und Zivilcourage" an den Nobelpreisträger Heinrich Wieland.

2005 können wir erstmals mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. München, die sich seit 1948 für Toleranz und Mitmenschlichkeit und Aussöhnung engagiert, diese Gedenkveranstaltung durchführen.
Wir freuen uns sehr, daß Dr. Abi Pitum die beiden Zeitzeugen Pavel Kohn und David Duschmann für das Zeitzeugengespräch gewinnen konnte.
Mit der Regionalgruppe München von "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.", begründet von Altoberbürgermeister Hans-Jochen Vogel, besteht seit Jahren eine bewährte Kooperation.
Der Landeshauptstadt München - Direktorium - danken wir besonders für die Überlassung des Großen Sitzungssaal des Rathauses, dem Kulturreferat für die Unterstützung.


© Bezirksausschuß 3 - Maxvorstadt