BA-Arbeit | Veröffentlichungen/Berichte | U-Bahn-Galerie |
Mitglieder
| Vorstand | Unterausschüsse | Aufgaben und Kompetenz |
 

Spezielles im Bezirksausschuss 3

Kinder und Bürgerfest
Veröffentlichungen des BA
Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar
Stadtteilspaziergänge
   
Kinder und Bürgerfest
Das Kinder- und Bürgerfest in der Maxvorstadt
Das Kinder- und Bürgerfest ist seit 1995 nach langjähriger Tradition wieder fester Bestandteil des sozialen Lebens in der Maxvorstadt. Ein Straßenfest für Bürgerinnen und Bürger der Maxvorstadt und für alle, die am Leben in unserem Stadtviertel teilhaben wollen. Soziale und kirchliche Einrichtungen stellen sich den interessierten Bürgern mit Infoständen vor.

2006: Augustenstraße, zwischen Theresien- und Schellingstraße
 

 

Veröffentlichungen des BA

 

Der BA veröffentlicht regelmässig in dem von ihm herausgegebenen "Maxvorstädter" aktuelle Fakten über die Arbeit im BA sowie über aktuelles im Stadtbezirk.

Vom Bezirksausschuss wurden ab 1996 folgende Broschüren herausgegeben:
Sämtliche Broschüren sind über den Bezirksausschuss zu erwerben.
-

Historisch-aktuelles Königsplatz-Panorama
-
Walter Klingenbeck 30. März 1924 - 5. August 1943

-

 

50 Jahre Bezirksausschüsse in München 1947-1997.
50 Jahre Kinderspielhaus im Alten Botanischen Garten
In memoriam Heloise Caroline Krantz 1914-1943
-
Stadtweite Kampagne Aktiv gegen Männergewalt
-
Topographie des NS-Terrors in München"
Wittelsbacher Palais. Gestapo-Zentrale - Gestapo-Gefängnis

-

2001 "SCHELLINGSTRASSE - GESCHICHTE UND GESCHICHTEN"

 

-
2002: "NS-DOKUMENTATIONSZENTRUM AM KÖNIGSPLATZ"
Materialien zur Aktuellen Diskussion - Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
-
2003: München im 'Dritten Reich'
Neudruck des Plakates "München im Faschismus" durch den Bezirksausschuß Maxvorstadt
   
 

 

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar

 

 

 


Gedenktage für die Opfer des Nationalsozialismus
1996 - 2006

Bundespräsident Roman Herzog hat vor zehn Jahren den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Zum Gedenktag für die Opfer erinnert der Bezirksausschuß Maxvorstadt alljährlich an die grauenhafte Verbrechen dieses Regimes durch verschiedene Veranstaltungen:


1996: Schicksale jüdischer Mitbürger in der Maxvorstadt
Beim Besuch der Ausstellung 'Bürokratie und Kult' des Zentralinstituts für Kunstgeschichte, in der die Entwicklung des NSDAP-Parteizentrums und des Parteikults im Umfeld des Königsplatzes erstmals mit wisschenschaftlicher Gründlichkeit dargestellt worden war, wurde dem Verfolgungsschicksal jüdischer Mitbürger in der Maxvorstadt gedacht.


1997:Georg Elser Platz
Zum Gedenktag 1997 konnte eine Platzfläche an der Türkenstrasse nach Johann Georg Elser (04.01.1903 - 09.04.1945) benannt werden. Georg Elser hatte von der Türkenstrasse aus das Attentat auf Hitler im Bürgerbräu-Keller am 8.11.1939 vorbereitet.
Der kleine, bescheidene Platz an der Türkenstrasse, in unmittelbarer Nachbarschaft der Wohnung Georg Elsers, mit dem örtlichen Bezug zu der Münchner Gestapo-Zentrale im Wittelsbacher Palais, wo er verhört wurde, soll zugleich an die acht Opfer der Explosion im Bürgerbräu-Keller erinnern.
Zum 60. Jahrestag des Attentats sprach Oberbürgermeister Christian Ude Worte des Gedenkens am Georg-Elser-Platz. Die Namensgebung geht auf einen Antrag des Bezirksausschusses Maxvorstadt vom 8. März 1994 zurück.


1998: Walter Klingenbeck-Weg
Seit Januar 1998 erinnert der bis dahin unbenannte Fußweg auf dem staatlichen Grundstücksareal zwischen Kaulbarstrasse und Ludwigstrasse nördlich der Staatsbibliothek an das Schicksal Walter Klingenbecks.
Walter Klingenbeck, geb. 20.3.1924 in München, am 26.1.1942 durch Denunziation verhaftet, verurteilt zum Tode durch den "Volksgerichtshof" am 24.9.1942, hingerichtet im Alter von 19 Jahren am 5.8.1943 im Gefängnis Stadelheim.
Walter Klingenbeck war Mitglied der Kath. Jungschar von St. Ludwig bis zu deren Auflösung 1936. Führte eine kleine oppositionelle Jugendgruppe an, die mit Flugblättern, Wandparolen und Geheimsendern Widerstandsaktionen für den Sturz des NS-Regimes plante und durchführte. (siehe auch: Broschüre Walter Klingenbeck-Weg)


1999: "Topographie des NS-Terrors in München"
Wittelsbacher Palais: Gestapo-Zentrale und Gestapo-Gefängnis
Wo genau befand sich das Wittelsbacher Palais mit der Gestapo-Leitstelle München? Wann und wo wurde das Gestapo-Gefängnis errichtet? ...
Diesen Fragen wurde bei der "Spurensuche", zu der St. Markus, Gegen Vergessen Für Demokratie e.V. und der Bezirksausschuss Maxvorstadt am 20. Januar 1999 eingeladen hatten, nachgegangen.( siehe auch:"Topographie des NS-Terrors in München")


2000: Freiherr-von-Pechmann-Weg
Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 29. Januar 2000 stand das Gedenken an Wilhelm Freiherr von Pechmann (10.6.1859 - 10.2.1948). Der Fussweg an der Ostseite der Königinstrasse zwischen Veterinärstrasse und Von-der-Tann-Strasse wurde nach Wilhelm Freiherr von Pechmann benannt. Im Dezember 1998 regte der Bezirksausschuss Maxvorstadt an, diesen neugeschaffenen selbständigen Fußweg nach Wilhelm Freiherr von Pechmann zu benennen.


2001: Wunden der Erinnerung": ORADOUR-SUR-GLANE'
Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erinnert der Bezirksausschuß Maxvorstadt an das grauenhafte Verbrechen der SS-Panzerdivision "Das Reich" am 10. Juni 1944, dessen Opfer die Bürger von Oradour-sur-Glane (Limousin) waren.
Der Untat der SS-Panzerdivision "Das Reich" fielen am 10. Juni 1944 in Oradour-sur-Glane 642 Menschen zum Opfer. 210 Frauen und 240 Kinder wurden in der Dorfkirche ermordet, die Männer in Scheunen und Garagen mit Maschinengewehren niedergeschossen.
Die Ruinen des Ortes, von Charles de Gaulle zum Nationalen Denkmal Frankreichs erklärt, erinnern bis heute an das heimtückische Massaker. Über 300 000 Menschen besuchen jährlich das Märtyrerdorf (village martyr) im Nordwesten von Limoges. 1999 wurde in Oradour das "Centre de la Mémoire" eröffnet.
Oradour-sur-Glane steht für die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des totalen Kriegs; ebenso wie die Orte Lidice (10. Juni 1942 in der Tschechoslowakei), Distimo (10. Juni 1944 in Griechenland) und Marzabotto / Monte Sole (29. September 1944 in Italien).


2002: NS-Dokumentationszentrum am Königsplatz
Am 26. Januar 2002 wird zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus am Sockel der sog. Ehrentempel Ecke Arcis-/Brienner Straße vom Baureferat in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat und dem Bezirksausschuss Maxvorstadt eine Tefel neu aufgestellt, die in deutscher und englischer Sprache an das NS-Macht- und Kultzentrum in der Maxvorstadt erinnert.
Damit soll gleichzeitig die partei-übergreifende Forderung, in München in unmittelbarer Nähe des Königsplatzes ein Informationszenntrum über die NS-Zeit und die Jahre davor zu errichten, unterstrichen werden. Diese Forderung richtete sich an die Stadt München, den Freistaat Bayern und auch an den Bund. (s. Broschüre: NS-Dokumentationszentrum am Königsplatz)


2003: "Oradour und die Europäische Erinnerungsarbeit"
Erinnerungsarbeit muss nationale Grenzen in Europa überschreiten. Gemeinsames Gedenken über Grenzen hinweg kann Gemeinsamkeit und Vertrauen in der Zukunft schaffen.

"Wunden der Erinnerung": ORADOUR-SUR-GLANE'
Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erinnert der Bezirksausschuß Maxvorstadt 2003 an das grauenhafte Verbrechen der SS-Panzerdivision "Das Reich" am 10. Juni 1944, dessen Opfer die Bürger von Oradour-sur-Glane (Limousin) waren.

Der Untat der SS-Panzerdivision "Das Reich" fielen am 10. Juni 1944 in Oradour-sur-Glane 642 Menschen zum Opfer. 210 Frauen und 240 Kinder wurden in der Dorfkirche ermordet, die Männer in Scheunen und Garagen mit Maschinengewehren niedergeschossen.

Die Ruinen des Ortes, von Charles de Gaulle zum Nationalen Denkmal Frankreichs erklärt, erinnern bis heute an das heimtückische Massaker. Über 300 000 Menschen besuchen jährlich das Märtyrerdorf (village martyr) im Nordwesten von Limoges. 1999 wurde in Oradour das "Centre de la Mémoire" eröffnet.

Oradour-sur-Glane steht für die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des totalen Kriegs; ebenso wie die Orte Lidice (10. Juni 1942 in der Tschechoslowakei), Distimo (10. Juni 1944 in Griechenland) und Marzabotto / Monte Sole (29. September 1944 in Italien).

Erinnerungsarbeit muss nationale Grenzen in Europa überschreiten. Gemeinsames Gedenken über Grenzen hinweg kann Gemeinsamkeit und Vertrauen in der Zukunft schaffen.

Es spricht der Bürgermeister von Oradour-sur-Glane, M. Raymond Frugier,
Grussworte: Dr. Gertraud Burkert, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, Karl Freller, Staatssekretär im Bayer.Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Klaus Bäumler, Bezirksausschuss Maxvorstadt
"Topographie des NS-Terrors in München"
Wittelsbacher Palais: Gestapo-Zentrale - Gestapo-Gefängnis


2004: "Wissenschaft und Zivilcourage"

Das Chemische Institut von Nobelpreisträger Geheimrat Prof. Heinrich Wieland am Alten Botanischen Garten war nicht nur ein Zufluchtsort für Studenten (u.a. Halbjuden"), die an keiner anderen Universität während des "Dritten Reichs" studieren durften, sondern auch der Ort des Widerstandes von Hans Leipelt und Marie-Luise Jahn im Zeichen der Weissen Rose.

Nachdem voraussichtlich 2004 das Areal der "Alten Chemie" umgenutzt wird, besteht jetzt noch einmal die Möglichkeit, auf die besondere zeitgeschichtliche Bedeutung des Ortes hinzuweisen.
Zugleich soll mit dieser Veranstaltung um die Erhaltung des Hörsaaltrakts an der Meiserstraße (Architekten: Albin Steininger und Johanna Löv) geworben werden, um hier in Verbindung mit dem Justus-von-Liebig-Hörsaal das von Freistaat Bayern und Landeshauptstadt München geplante NS-Dokumentationszentrum einzurichten.

Vortrag:Dr. Hildegard Hamm-Brücher, Staatsministerin a.D.
'Heinrich Wieland - ein aufrechter Dissident'
Begrüßung: Klaus Bäumler, Vorsitzender des Bezirksausschuß Maxvorstadt
Grußwort: Prof. Dr. Franz Bracher, Dekan der Fakultät für Chemie und Pharmazie der LMU

Einladung


2005: Gespräch mit Zeitzeugen - Pavel Kohn un David Duschmann
60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz

Anlässlich dieses Tages berichten zwei Zeitzeugen - der Eine aus Sicht eines in Auschwitz internierten, der Andere als einer, der die Situation als Befreier erlebt hat. die beiden Zeitzeugen sprechen miteinander über ihre Eindrücke und ihr Erleben, beantworten Fragen und diskutiern mit den Zuhörern.
Pavel Kohn
geb. 1929 in Prag, ist einziger Überlebender einer große jüdischen Familie. Von 1942-45 war er in Theresienstadt sowie in den Konzentrationslagern Auschwitz-Birkenau und Buchenwald interniert. Der Dichter, Publizist, Journalist ('Schlösser der Hoffnung';2001) und ehemaliger Redakteur von Radio Free Europe lebt heute mit seiner Frau im niederbayerischen Rottal.
David Duschmann
Jahrgang 1923, Sohn eines Arztehepaars und begeisterter Sportler, hatte sich am 22. Juni 1941 - unmittelbar nachdem der Zweite Weltkrig die UdSSR erfaßt hatte - freiwillig an die Front gemeldet. 1945 gehörte er als Panzersoldat der sowjetischen Truppeneinheit an, die das Konzentrationslager Auschwitz befreite. Heute lebt er mit seiner Familie in München.

Moderation: Brigitte Reimer (Slavistin, Journalistin), Übersetzung: Peter Oberhuber (staatl. gepr. Übersetzer)
Musikalische Umrahmung: Männerchor 'Freundschaft' der Israelitischen Kultusgemeinde München

Veranstalter:
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V.
Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt der LHSt München
Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V., Regionalgruppe München

Ort: Großer Sitzungssaal, Neues Rathaus, Marienplatz


2006:VON IHREN KIRCHEN VERLASSEN UND VERGESSEN ?
ZUM SCHICKSAL DER CHIRSTEN JÜDISCHER HERKUNFT
IN MÜNCHEN IN DER NS-ZEIT


Vortrag von Dirk Schönlebe
Zeitzeugenbericht von Walter Joelsen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Erinnerung an das Verfolgungsschicksal der Christen jüdischer Herkunft in München während der Zeit des Nationalsozialismus. Die sog. nicht-arischen Christen gehörten der katholischen bzw. der evangelischen Kirche an und waren von dem religios-humanitären Netz der Kultusgemeinden, das die jüdische Glaubensgemeinschaft bis zuletzt verband, ausgeschlossen.
Wie reagierte die katholische und die evangelische Kirche auf die Not ihrer sog. nichtarischen Gemeindemitglieder?
Welche Hilfsstellen wurden in München geschaffen?
Dirk Schönlebe beantwortet in seinem Vortrag diese Fragen und stellt die neuesten Forschungsergebnisse vor.
Walter Joeisen berichtet als Zeitzeuge.
Veranstaltungsort: Bayerisches Hauptstaatsarchiv Schöfeldstr.5,

 

Stadtteilspaziergänge

Der Bezirksausschuss veranstaltet regelmäßig Stadtteilspaziergänge. Er will damit sowohl den Bürgern als auch den BA-Mitgliedern Gelegenheit geben, historische oder aktuelle Besonderheiten der Maxvorstadt kennenzulernen.

 

 

 


© Bezirksausschuß 3 - Maxvorstadt