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Erinnerungsarbeit auf lokaler Ebene in der Maxvorstadt

Veröffentlichungen und Beiträge
NS-Dokumentationszentrum
Anträge des BA zum Thema NS-Dokumentationszentrum
Aktionen und Ausstellungen des BA
Politische Chronologie
Gedenktage für die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar)

Veröffentlichungen und Beiträge
   
"Der MAXVORSTÄDTER" Erw. Ausgabe 27.1.06
Informationen - Fakten- Meinungen, Hersg. Klaus Bäumler

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 2006 (Hrsg. Klaus Bäumler)
Trümmerzeit, Ruinenzeit, Aufbauzeit in München - Leben in der Maxvorstadt 1945 - 1949
Dem Gedenken Namen und Orte geben - Materialien zum NS-Dok.Zentrum
Geschlechterperspektive in der NS - Erinnerungsarbeit
Stellungnahme des Bezirksausschusses Maxvorstadt zu einem wichtigen Aspekt bei der Errichtung eines NS - Dokumentationszentrums in München
Maxvorstadt in der NS-Zeit - Erkundugen des BA Maxvorstadt
Wunden der Erinnerung": Oradour-sur-Glane und die Europäische Erinnerungsarbeit

 

NS-DOKUMENTATIONSZENTRUM für München

Vom Bezirksausschuss Maxvorstadt ist vor allem das Areal des Heizwerks Meiserstraße 8a ins Gespräch gebracht worden, das heute weitgehend entbehrlich sein dürfte. Das rund 7000 qm große Grundstück ist Teil der NS-Planung: die Heizanlage versorgte das gesamte Parteizentrum (ca. 6000 Beschäftigte) mit Fernwärme und Warmwasser. Das Grundstück ist heute im Eigentum der Stadtwerke.
Der Bezirksausschuss verweist in diesem Zusammenhang auf eine Broschüre, die anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus 2002 veröffentlicht wurde.
"NS-DOKUMENTATIONSZENTRUM AM KÖNIGSPLATZ"

Der Bezirksausschuss Maxvorstadt bemühte sich stark um eine Mitgliedschaft im Kuratorium zum NS-Dokumentationszentrum.
Im Kulturausschuss bzw. in der Vollversammlung des Stadtrates wurde nun der Beschluss gefaßt, dass der BA-Maxvorstadt nicht in das Kuratorium, jedoch in den wissenschaftlichen Beirat für das NS-Dokumentationszentrum berufen wird.

Dem Gedenken Namen und Orte geben - Materialien zum NS-Dok.Zentrum

NS-Dokumentationszentrum - Stellungnahme des BA Maxvorstadt 2003

Geschlechterperspektive in der NS - Erinnerungsarbeit
Stellungnahme des Bezirksausschusses Maxvorstadt zu einem wichtigen Aspekt bei der Errichtung eines NS - Dokumentationszentrums in München


Anträge des Bezirksausschusses Maxvorstadt in den Jahren 1996 - 2003

11. Juni 1996 - Antrag zur Aufstellung einer Informationstafel (Nr. 23)
Der BA-Maxvorstadt beantragt die provisorische Informationstafel von Julian Rosefeldt und Piero Steinle permanent aufzustellen. Die neue Tafel erläutert in deutscher und englischer Sprach den Umgriff des NS-Parteizentrums im Umfeld des Königsplatzes. Sie wurde im Januar 2002 aufgestellt.

17. September 1996 - Antrag, die Sockel der sog. Ehrentempel in die Denkmalliste aufzunehmen (Nr. 289)
Das Landesamt für Denkmalpflege ist diesem Antrag, der von der Stadt München unterstützt wurde, nachgekommen. Die Anfang der 1990er Jahre diskutierte Überbauung ist damit endgültig vom Tisch.

17. September 1996 - Antrag auf Errichtung einer Gedenkstätte bzw. eines Dokumentationszentrums für NS-Opfer und Widerstandskämpfer
(Nr. 285)
Der BA beantragt im Umfeld des Königsplatzes auf der Grundlage der Ausstellung "Bürokratie und Kult" eine der "Topographie des Terrors" in Berlin vergleichbare Einrichtung in München zu schaffen. Die Trägerschaft sollen die Stadt München, der Freistaat Bayern und der Bund übernehmen.
Aufgrund dieses Antrags beschliesst der Stadtrat am 2. Oktober 1997, im Stadtmuseum eine Dauerausstellung "München 1933-1945" einzurichten. Mitte 2003 wird die Ausstellung "Nationalsozialismus in München - Chiffren der Erinnerung" eröffnet.

12.Dezember 2000 - Antrag auf Errichtung eines NS-Dokumentationszentrums (Nr. 5469)
"Die Landeshauptstadt München verhandelt mit dem Freistaat Bayern mit dem Ziel, im unmittelbaren Umfeld des Königsplatzes unter Einbeziehung vorhandener Gebäude eine Erinnerungsstätte (Dokumentationszentrum zur Entwicklung des Nationalsozialismus; Zentrale Gedenkstätte für NS-Opfer und Widerstandskämpfer) zu schaffen."

12. Dezember 2000 - Antrag, den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 1650 aufzuheben (Nr. 5470)
Die damaligen Planungen des Freistaats für den Bereich beiderseits der Brienner Straße sind längst überholt. "Bauen auf kontaminiertem Boden", "Nachdenken statt Bauen" waren die Schlagworte der Diskussion. Die Stadt soll ein "städtebauliches Zeichen setzen". Die formelle Behandlung dieses BA-Antrags steht noch aus (vg. Stadtratsbeschluss vom 03.03.2002).

12. Dezember 2000 - Antrag zu den Grünflächen beiderseits der Brienner Strasse (Nr. 5471)
Die staatlichen Grünflächen auf dem Areal der Hochschule für Musik und Theater (ehem. Führerbau) und des Zentralinstituts für Kunstgeschichte (ehem. NS-Verwaltungsbau) beiderseits der Brienner Strasse sollen als Grünanlagen für die Bürger begehbar und erlebbar gemacht werden. Die Behandlung dieses BA-Antrages durch die Stadt München steht noch aus.

12. März 2002 - Antrag auf Einbeziehung des Bezirksausschusses in die Planung des NS-Dokumentationszentrums mit Stimmrecht (Nr. 7068)
"1. Die Landeshauptstadt trägt dem Landtagsbeschluss vom 23. Januar 2002 auch in Bezug auf den Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt Rechnung.
2. Bei der Entwicklung des Konzepts und der Planung des Dokumentationszentrums wird der Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt formal und inhaltlich im einschlägigen Gremium (Kuratorium, Beirat o.ä.) durch eine Vertretung mit Stimmrecht eingebunden."

10. Februar 2003 - Stellungnahme des Bezirksausschusses zum NS-Dokumentationszentrum
"Basierend auf den Ergebnissen des Symposions (5.-7.12.2002/16.-17.01.2003) spricht sich der BA Maxvorstadt für eine "Große Lösung" des NS-Dokumentationszentrums (Beschluss Stadtrat 18.12.2002) aus. Die Einrichtung sog. "Geschichtspfade" stellt für sich allein keine Alternative dar. (…) Anzustreben ist (…) eine Situierung auf dem ehem. Süd-Ost-Gelände der Technischen Universität südlich der Gabelsbergerstraße gegenüber der Alten Pinakothek. Im Zuge der Überplanung dieses staatlichen Areals für die Hochschule für Film und Fernsehen sowie für die Ägyptische Sammlung ist in das Raumprogramm auch das NS-Dokumentationszentrum einzubeziehen."
Berücksichtigung der sog. Geschlechterperspektive in der zeitgeschichtlichen Erinnerungsarbeit (vgl. Tagung "Macht und Gesellschaft. Männer und Frauen im Nationalsozialismus.").

11.02.2003 - Antrag auf Beteiligung des Bezirksausschusses am Kuratorium für die Vorbereitung des NS-Dokumentationszentrums (Nr. 882) und Antrag von Frau StRin Mechthild von Walter vom 21.02.2003 (Nr. 02-08 / A 00688)
"Wir bitten, sich dafür einzusetzen, dass dem Bezirksausschuss Maxvorstadt ein Sitz im Kuratorium eingeräumt wird. Insoweit verweisen wir auf den Antrag des BA Maxvorstadt vom 19.03.2002, Nr. 7068."
"Der Stadtrat möge beschliessen: In dem Kuratorium, das zur Errichtung eines NS-Dokumentationszentrums am Königsplatz eingerichtet wird, soll auch der Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt mit Sitz und Stimme vertreten sein."

09.12.2003 - Antrag über Standortfrage für das NS-Dokumentationszentrum
"Die Landeshauptstadt München verhandelt mit dem Freistaat Bayern unter Einbeziehung des für die sog. Alte Chemie in Aussicht genommenen Investors über die Situierung des NS-Dokumentationszentrums im sog. Hörsaaltrakt an der Meiserstraße."

11.11.2003 - Stellungnahme des Bezirksausschusses zur Umnutzung der Alten Chemie für das NS-Dokumentationszentrum
"In der Umnutzung des sog. Hörsaaltraktes der Alten Chemie wird eine Chance für die rasche Realisierung des NS-Dokumentationszentrums München gesehen. Verhandlungen hierzu zwischen Stadt München, Freistaat Bayern und Investor sollten zeitnah geführt werden, um diesen Vorschlag auf seine Machbarkeit ‚abzuklopfen'"



Der Bezirksausschuss Maxvorstadt beantragte bereits in seiner Sitzung vom 17. September 1996 eine der "Topographie des Terrors" in der Berlinger Prinz-Albrecht-Strasse vergleichbare Einrichtung zu schaffen. Dabei sollte für die Trägerschaft eine Institution, der die Stadt München, der Freistaat Bayern und auch die Bundesrepublik Deutschland angehört, gefunden werden.
Das Gremium hatte im Zusammenhang mit der vom BA 1996 herausgegebenen Dokumentation über den Königsplatz ("Historisch-aktuelles Königsplatz-Panorama" ) eingehend die aktuellen und historischen Planungsabläufe im kommunalen und staatlichen Bereich recherchiert.
Als konkreten Standort hatte der BA in seinem Antrag ein staatliches Gebäude im Umfeld des Königsplatzes oder aber den Luftschutzbunker am Alten botanischen Garten unter der sog. Kunstplattform vorgeschlagen.

 

Erinnerungsarbeit - Aktionen und Ausstellungen

2007

MÜNCHEN IN DER NS-ZEIT

AUGUSTENSTRASSE:
DEM GEDENKEN NAMEN UND ORTE GEBEN.

Erinnerungsprojekt im Öffentlichen Raum

Eröffnung: Mittwoch 23. Mai 2007, 18.30 Uhr, Augustenstraße 15

Es sprechen: Klaus Bäumler, Dr. Andreas Heusler, Stadtarchiv München

Dauer der Ausstellung: Mai - September


2004

U-Bahn-Galerie U-Bahnhof "Universität", Zwischengeschoss, Eingang Nord
Erinnern und Gedenken
Ein NS-Dokumentationszentrum für München

Seit vielen Jahren bemüht sich der Bezirksausschuss Maxvorstadt, die Einrichtung eines NS-Dokumentationszentrums im Umfeld des Königsplatzes voranzutreiben - bislang leider ohne endgültigen Erfolg.
Die Ausstellung möchte sowohl exemplarische Schicksale von Bürgerinnen und Bürgern aus der Maxvorstadt in der Zeit des "3. Reiches" zeigen wie auch mit einer Dokumentation der politischen Entscheidungen von Bezirksausschuss Maxvorstadt, Stadtrat und Landtag erneut auf die Notwendigikeit eines solchen Dokumentationszentrums hinweisen.

Eröffnung:
Freitag, 12. 11.2004, 19 Uhr
Ausstellungsdauer:
13.11. bis 6.12.2004

Ausstellungstext:
Ein NS-Dokumentationszentrum für München
Politische Chronologie


Dem Gedenken Namen und Orte geben

Samstag, 14. August 2004, von 10.00 - 14.00 Uhr

Zum Beispiel:
Augustenstraße

zwischen Dachauer Straße und Josephsplatz werden vor insgesamt sechzehn Häusern historische Aufnahmen im Format 2,20 m auf 1,50 m aufgestellt und zugleich Lebensschicksale von Geschäftsleuten, Handwerkern und Bewohnern dieser Häuser in der Zeit ab 1933 in Erinnerung gerufen


MÜNCHEN UND DER NATIONALSOZIALISMUS
Montagsforum im Gasteig - Münchner Volkshochschule
14. Juni 04, 19.00 Uhr

Klaus Bäumler:
Thomas Mann und der 'Protest der Richard-Wagner-Stadt' München

Der üble "Protest der Richard-Wagner-Stadt München", publiziert Ostern 1933 in den gleichgeschalteten "Münchner Neuesten Nachrichten", trieb Thomas Mann in die Emigration. Seit seiner 1922 gehaltenen Rede "Von deutscher Republik" hatte sich Thomas Mann für die Demokratie eingesetzt und sich offen gegen die als "Obskuranten" bezeichneten Nationalsozialisten gestellt. Schon vor dem Hintler Putsch bezeichnete er München hellsichtig als "die Stadt Hitlers..., die Stadt des Hakenkreuzes". Der von 45 Münchner Persönlichkeiten unterzeichnete "Protest" war den NS-Machthabern Anlass, die bürgerliche und wirtschaftliche Existenz Thomas Manns in München zu vernichten.


2002 Am 26. Januar 2002 wird zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus am Sockel der sog. Ehrentempel Ecke Arcis-/Brienner Straße vom Baureferat in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat und dem Bezirksausschuss Maxvorstadt eine Tefel neu aufgestellt, die in deutscher und englischer Sprache an das NS-Macht- und Kultzentrum in der Maxvorstadt erinnert.
Damit soll gleichzeitig die partei-übergreifende Forderung, in München in unmittelbarer Nähe des Königsplatzes ein Informationszentrum über die NS-Zeit und die Jahre davor zu errichten, unterstrichen werden. Diese Forderung richtete sich an die Stadt München, den Freistaat Bayern und auch an den Bund.
   

© Bezirksausschuß 3 - Maxvorstadt