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Gedenktage für die Opfer des Nationalsozialismus
Bundespräsident
Roman Herzog hat vor zehn Jahren den 27. Januar zum Tag des Gedenkens
an die Opfer des Nationalsozialismus bestimmt. Es ist der Tag, an
dem 1945 die sowjetische Armee das Vernichtungslager Auschwitz erreicht
hat. Roman Herzog: "Die Erinnerung darf nie enden; sie muß
auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb
wichtig, nun eine Form der Erinnerung zu finden, die in die Zukunft
wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken,
dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung
entgegenwirken."
Öffentliches und kollektives Erinnern darf nicht in Routine
erstarren. Gedenktage und Gedenkstunden müssen über den
Tag hinaus wirken. Sie müssen bewegen und sie müssen etwas
bewegen.
Seit 1996 führt der Bezirksausschuß Maxvorstadt, überwiegend
mit Kooperationspartnern jeweils zum 27. Januar Gedenkveranstaltungen
durch.
1996
erinnerten wir an Schicksale jüdischer Mitbürger in der
Maxvorstadt (Alfred und Hedwig Pringsheim, Richard Willstätter,
Heinrich Rheinstrom, Karl und Anna Neumeyer).
1997
erfolgte die Benennung einer Platzfläche an der Türkenstraße
nach Georg Elser, der am 9. April 1945 im KZ Dachau ermordet wurde.
1998
wurde ein Weg zwischen Ludwigstraße und Kaulbachstraße
nach Walter Klingenbeck benannt. Klingenbeck wurde mit 19 Jahren
in Stadelheim am 5. August 1943 hingerichtet.
1999
stand mit dem Wittelsbacher Palais, der "Täterort"
der ehemaligen Gestapo-Zentrale und des Gestapo-Gefängnisses
im Mittelpunkt der zeitgeschichtlichen Erkundung.
2000
führten wir zur Erinnerung an Wilhelm Freiherr von Pechmann
zusammen mit der Bayerischen Staatskanzlei eine Gedenkveranstaltung
im Prinz-Karl-Palais durch. Aktueller Anlaß war die Benennung
eines Wegs an der Ostseite der Königinstraße nach Freiherr
von Pechmann.
Die für 2001 geplante Veranstaltung "Wunden der Erinnerung:
Oradour sur Glâne" mit der wir als Beitrag zur Europäischen
Erinnerungsarbeit an das grauenhafte Massaker der SS-Panzerdivision
am 10. Juni 1944 erinnern wollten, konnten wir erst im Januar 2003
im Bayerischen Hauptstaatsarchiv durchführen. Der Bürgermeister
von Oradour-sur-Glâne war aus diesem Anlaß nach München
gekommen.
Zum
Gedenktag 2002 konnte die
Informationstafel an der Brienner Straße neu aufgestellt werden.
Sie informiert auch in englischer Sprache über das NS-Macht-und
Kultzentrum im Umfeld des Königsplatzes in der Maxvorstadt.
2004
erinnerten wir im Liebig-Hörsaal der alten Chemischen Institute
an der Meiserstraße unter dem Leitspruch "Wissenschaft
und Zivilcourage" an den Nobelpreisträger Heinrich Wieland.
2005
können wir erstmals mit der Gesellschaft für christlich-jüdische
Zusammenarbeit e.V. München, die sich seit 1948 für Toleranz
und Mitmenschlichkeit und Aussöhnung engagiert, diese Gedenkveranstaltung
durchführen.
Wir freuen uns sehr, daß Dr. Abi Pitum die beiden Zeitzeugen
Pavel Kohn und David Duschmann für das Zeitzeugengespräch
gewinnen konnte.
Mit der Regionalgruppe München von "Gegen Vergessen -
Für Demokratie e.V.", begründet von Altoberbürgermeister
Hans-Jochen Vogel, besteht seit Jahren eine bewährte Kooperation.
Der Landeshauptstadt München - Direktorium - danken wir besonders
für die Überlassung des Großen Sitzungssaal des
Rathauses, dem Kulturreferat für die Unterstützung.
(Maxvostädter 27. Januar 2005 )
2006
erinnern wir an das Verfolgungsschicksal der Christen jüdischer
Herkunft in München während der Zeit des Nationalsozialismus.
(Maxvorstädter 27. Januar 2006)
2007
im Mittelpunkt steht der Vortrag von Dr. Michael von Cranach zum
diesjährigen Thema "Die Tötung psychisch-kranker
Menschen"
2008 "75 Jahre Machtergreifung"
2008
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"75 Jahre Machtergreifung"
Vor 75 Jahren begann 1933 mit der sog. Machtergreifung die zwölf verhängnisvollsten Jahre in der Geschichte Deutschlands.
Die "Machtergreifung" und der "Protest der Richard-Wagner-Stadt München", als erste gemeinsame Aktion der Münchner Bürgerschaft mit den neuen Machthabern des NS-Regimes, werden das zentrale Thema der Veranstaltung sein, die der BA Maxvorstadt am 27. Januar 2008 durchführt:
"Machtergreifung" im Jahr 1933:
im Reich, in Bayern und in München.
Vortrag von Dr. Ulrike Haerendel
"Protest der Richard-Wagner-Stadt München" im Jahr 1933:
Hintergründe und Folgen.
Vortrag von Klaus Bäumler
Die Bayerische Staatsbibliothek stellt im Rahmen ihrer Veranstaltungen zu ihrem 450-jährigen Bestehen (1558 - 2008) den Fürstensaal zu Verfügung.
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| 2007: |
Die
Tötung psychisch-kranker Menschen in den Jahren 1939
- 1945
Vortrag:
Dr. Michael von Cranach
Samstag,
27. Januar 2007, 18.00 Uhr
Bayerische
Staatsbibliothek, Fürstensaal,
Ludwigstraße 16, 80539 München-Maxvorstadt,
(U-Bahnhof Universität)
Einladung
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Erinnerung an das
Verfolgungsschicksal psychisch-kranker Menschen in der Zeit
des Nationalsozialismus. In den Jahren 1939 bis 1945 wurden
etwa 180.000 psychisch-kranke Menschen ermordet. Allein aus
Bayern wurden 20.000 psychisch Kranke im Rahmen der planmäßigen
Tötungsaktion "T 4" umgebracht oder starben
den qualvollen, planmäßig herbeigeführten
Hungertod.
Dr.
Michael von Cranach (bis 2006 Ärztlicher Direktor im
Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren) hat diese Vernichtungsaktionen
im Detail erforscht und in Publikationen und Vorträgen
dokumentiert.
Musikalische
Umrahmung:
NN,
Cello (Stipendiat der Akademie des Symphonieorchesters des
Bayerischen Rundfunks)
Mit
Unterstützung der Landeshauptstadt München, Kulturreferat,
laden ein:
Evang.
Kirchen
gemeinde St. Markus Pfarrer Rainer Schulz
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Kath.
Pfarrgemeinde
St. Benno
Pfarrer Ludwig Sperrer |
Kath.
Pfarrgemeinde
St. Bonifaz,
P. Korbinian Linsenmann |
Kath.
Pfarrgemeinde
St. Ludwig,
Pfarrer Dr. Babinsky |
Kath.
Pfarrgemeinde
St. Joseph,
Pater Siegfned OFM CAP |
Evang.
Studentlnnen-
gemeinden LMU und TUM,
Pfarrerin M. Rogler u.
Pf. Dr. Probst |
Gegen
Vergessen
Für Demokratie e.V.,
Dr. Anne-Barb Hertkorn |
Weiße
Rose Stiftung e.V.
Dr. Christof Schmid |
Evang.
Stadtakademie München
Jutta Hoecht-Stoehr |
Bezirksausschuss
Maxvorstadt
Klaus Bäumler (V.i.S.d.P.)
Tal 13, 80331 München, Tel. 22802673 |
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2006:
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VON
IHREN KIRCHEN VERLASSEN UND VERGESSEN ?
ZUM SCHICKSAL DER CHIRSTEN JÜDISCHER HERKUNFT IN MÜNCHEN
IN DER NS-ZEIT
Vortrag von Dirk Schönlebe
Zeitzeugenbericht von Walter Joelsen
Im
Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Erinnerung an das
Verfolgungsschicksal der Christen jüdischer Herkunft
in München während der Zeit des Nationalsozialismus.
Die sog. nicht-arischen Christen gehörten der katholischen
bzw. der evangelischen Kirche an und waren von dem religios-humanitären
Netz der Kultusgemeinden, das die jüdische Glaubensgemeinschaft
bis zuletzt verband, ausgeschlossen.
Wie reagierte die katholische und die evangelische Kirche
auf die Not ihrer sog. nichtarischen Gemeindemitglieder?
Welche Hilfsstellen wurden in München geschaffen?
Dirk Schönlebe beantwortet in seinem Vortrag diese Fragen
und stellt die neuesten Forschungsergebnisse vor.
Walter Joeisen berichtet als Zeitzeuge.
Veranstaltungsort: Bayerisches Hauptstaatsarchiv Schöfeldstr.5,
(Maxvorstädter 27. Januar 2006)
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| 2005 |
Gespräch
mit Zeitzeugen Pavel Kohn un David Duschmann
60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz
Anlässlich
dieses Tages berichten zwei Zeitzeugen - der Eine aus Sicht
eines in Auschwitz internierten, der Andere als einer, der
die Situation als Befreier erlebt hat. die beiden Zeitzeugen
sprechen miteinander über ihre Eindrücke und ihr
Erleben, beantworten Fragen und diskutiern mit den Zuhörern.
Pavel
Kohn
geb. 1929 in Prag, ist einziger Überlebender einer große
jüdischen Familie. Von 1942-45 war er in Theresienstadt
sowie in den Konzentrationslagern Auschwitz-Birkenau und Buchenwald
interniert. Der Dichter, Publizist, Journalist ('Schlösser
der Hoffnung';2001) und ehemaliger Redakteur von Radio Free
Europe lebt heute mit seiner Frau im niederbayerischen Rottal.
David
Duschmann
Jahrgang 1923, Sohn eines Arztehepaars und begeisterter Sportler,
hatte sich am 22. Juni 1941 - unmittelbar nachdem der Zweite
Weltkrig die UdSSR erfaßt hatte - freiwillig an die
Front gemeldet. 1945 gehörte er als Panzersoldat der
sowjetischen Truppeneinheit an, die das Konzentrationslager
Auschwitz befreite. Heute lebt er mit seiner Familie in München.
Moderation:
Brigitte Reimer (Slavistin, Journalistin), Übersetzung:
Peter Oberhuber (staatl. gepr. Übersetzer)
Musikalische Umrahmung: Männerchor 'Freundschaft' der
Israelitischen Kultusgemeinde München
Veranstalter:
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
e.V.
Bezirksausschuss 3 Maxvorstadt der LHSt München
Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V., Regionalgruppe
München
Veranstaltungsort: Großer Sitzungssaal, Neues Rathaus,
Marienplatz
(Maxvorstädter 27 Januar 2005)
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| 2004 |
"Wissenschaft
und Zivilcourage"
Das
Chemische Institut von Nobelpreisträger Geheimrat Prof.
Heinrich Wieland am Alten Botanischen Garten war nicht nur
ein Zufluchtsort für Studenten (u.a. Halbjuden"),
die an keiner anderen Universität während des "Dritten
Reichs" studieren durften, sondern auch der Ort des Widerstandes
von Hans Leipelt und Marie-Luise Jahn im Zeichen der Weissen
Rose.
Nachdem voraussichtlich 2004 das Areal der "Alten Chemie"
umgenutzt wird, besteht jetzt noch einmal die Möglichkeit,
auf die besondere zeitgeschichtliche Bedeutung des Ortes hinzuweisen.
Zugleich soll mit dieser Veranstaltung um die Erhaltung des
Hörsaaltrakts an der Meiserstraße (Architekten:
Albin Steininger und Johanna Löv) geworben werden, um
hier in Verbindung mit dem Justus-von-Liebig-Hörsaal
das von Freistaat Bayern und Landeshauptstadt München
geplante NS-Dokumentationszentrum einzurichten.
Vortrag:Dr.
Hildegard Hamm-Brücher, Staatsministerin a.D.
'Heinrich Wieland - ein aufrechter Dissident'
Begrüßung: Klaus Bäumler, Vorsitzender
des Bezirksausschuß Maxvorstadt
Grußwort: Prof. Dr. Franz Bracher, Dekan der Fakultät
für Chemie und Pharmazie der LMU
Link:
Widerstand an naturwissenschaftlichen Universitätsinstituten
-
http://www.widerstand.musin.de/index2-22.html
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| 2003 |
"Oradour
und die Europäische Erinnerungsarbeit"
Erinnerungsarbeit muss nationale Grenzen in Europa überschreiten.
Gemeinsames Gedenken über Grenzen hinweg kann Gemeinsamkeit
und Vertrauen in der Zukunft schaffen.
Mit
einer Veranstaltung am 27. Januar 2003 im Bayerisches Hauptstaatsarchiv
erinnert der Bezirksausschuß Maxvorstadt an das grauenhafte
Verbrechen der SS-Panzerdivision "Das Reich" am
10. Juni 1944, dessen Opfer die Bürger von Oradour-sur-Glane
(Limousin) waren.
Es spricht der Bürgermeister von Oradour-sur-Glane, M.
Raymond Frugier,
Grussworte: Dr. Gertraud Burkert, Bürgermeisterin der
Landeshauptstadt München, Karl Freller, Staatssekretär
im Bayer.Staatsministerium für Unterricht und Kultus,
Klaus Bäumler, Bezirksausschuss Maxvorstadt
Wunden
der Erinnerung": Oradour-sur-Glane und die Europäische
Erinnerungsarbeit 
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| 2002 |
NS-Dokumentationszentrum
am Königsplatz
Am 26. Januar 2002 wird zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus
am Sockel der sog. Ehrentempel Ecke Arcis-/Brienner Straße
vom Baureferat in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat und dem
Bezirksausschuss Maxvorstadt eine Tefel neu aufgestellt, die
in deutscher und englischer Sprache an das NS-Macht- und Kultzentrum
in der Maxvorstadt erinnert.
Damit soll gleichzeitig die partei-übergreifende Forderung,
in München in unmittelbarer Nähe des Königsplatzes
ein Informationszenntrum über die NS-Zeit und die Jahre
davor zu errichten, unterstrichen werden. Diese Forderung richtete
sich an die Stadt München, den Freistaat Bayern und auch
an den Bund. (s. Broschüre: NS-Dokumentationszentrum
am Königsplatz)
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| 2001 |
Wunden
der Erinnerung": ORADOUR-SUR-GLANE'
Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
erinnert der Bezirksausschuß Maxvorstadt an das grauenhafte
Verbrechen der SS-Panzerdivision "Das Reich" am 10.
Juni 1944, dessen Opfer die Bürger von Oradour-sur-Glane
(Limousin) waren.
Der Untat der SS-Panzerdivision "Das Reich" fielen
am 10. Juni 1944 in Oradour-sur-Glane 642 Menschen zum Opfer.
210 Frauen und 240 Kinder wurden in der Dorfkirche ermordet,
die Männer in Scheunen und Garagen mit Maschinengewehren
niedergeschossen.
Die Ruinen des Ortes, von Charles de Gaulle zum Nationalen Denkmal
Frankreichs erklärt, erinnern bis heute an das heimtückische
Massaker. Über 300 000 Menschen besuchen jährlich
das Märtyrerdorf (village martyr) im Nordwesten von Limoges.
1999 wurde in Oradour das "Centre de la Mémoire"
eröffnet.Oradour-sur-Glane
steht für die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des totalen
Kriegs; ebenso wie die Orte Lidice (10. Juni 1942 in der Tschechoslowakei),
Distimo (10. Juni 1944 in Griechenland) und Marzabotto / Monte
Sole (29. September 1944 in Italien).
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| 2000 |
Freiherr-von-Pechmann-Weg
Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 29. Januar 2000 stand
das Gedenken an Wilhelm Freiherr von Pechmann (10.6.1859 - 10.2.1948).
Der Fussweg an der Ostseite der Königinstrasse zwischen
Veterinärstrasse und Von-der-Tann-Strasse wurde nach Wilhelm
Freiherr von Pechmann benannt. Im Dezember 1998 regte der Bezirksausschuss
Maxvorstadt an, diesen neugeschaffenen selbständigen Fußweg
nach Wilhelm Freiherr von Pechmann zu benennen.
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| 1999 |
"Topographie
des NS-Terrors in München"
Wittelsbacher Palais: Gestapo-Zentrale und Gestapo-Gefängnis
Wo
genau befand sich das Wittelsbacher Palais mit der Gestapo-Leitstelle
München? Wann und wo wurde das Gestapo-Gefängnis errichtet?
...
Diesen Fragen wurde bei der "Spurensuche", zu der
St. Markus, Gegen Vergessen Für Demokratie e.V. und der
Bezirksausschuss Maxvorstadt am 20. Januar 1999 eingeladen hatten,
nachgegangen.( siehe auch:"Topographie
des NS-Terrors in München")
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| 1998 |
Walter
Klingenbeck-Weg
Seit
Januar 1998 erinnert der bis dahin unbenannte Fußweg auf
dem staatlichen Grundstücksareal zwischen Kaulbarstrasse
und Ludwigstrasse nördlich der Staatsbibliothek an das
Schicksal Walter Klingenbecks.
Walter Klingenbeck, geb. 20.3.1924 in München, am 26.1.1942
durch Denunziation verhaftet, verurteilt zum Tode durch den
"Volksgerichtshof" am 24.9.1942, hingerichtet im Alter
von 19 Jahren am 5.8.1943 im Gefängnis Stadelheim.
Walter Klingenbeck war Mitglied der Kath. Jungschar von St.
Ludwig bis zu deren Auflösung 1936. Führte eine kleine
oppositionelle Jugendgruppe an, die mit Flugblättern, Wandparolen
und Geheimsendern Widerstandsaktionen für den Sturz des
NS-Regimes plante und durchführte. (siehe auch: Broschüre
Walter
Klingenbeck-Weg)
Link: Der Klingenbeck-Kreis
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http://www.widerstand.musin.de/index1-4.html
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| 1997 |
Georg
Elser Platz
Zum Gedenktag 1997 konnte eine Platzfläche an der Türkenstrasse
nach Johann Georg Elser (04.01.1903 - 09.04.1945) benannt werden.
Georg Elser hatte von der Türkenstrasse aus das Attentat
auf Hitler im Bürgerbräu-Keller am 8.11.1939 vorbereitet.
Der kleine, bescheidene Platz an der Türkenstrasse, in
unmittelbarer Nachbarschaft der Wohnung Georg Elsers, mit dem
örtlichen Bezug zu der Münchner Gestapo-Zentrale im
Wittelsbacher Palais, wo er verhört wurde, soll zugleich
an die acht Opfer der Explosion im Bürgerbräu-Keller
erinnern.
Zum 60. Jahrestag des Attentats sprach Oberbürgermeister
Christian Ude Worte des Gedenkens am Georg-Elser-Platz. Die
Namensgebung geht auf einen Antrag des Bezirksausschusses Maxvorstadt
vom 8. März 1994 zurück.l
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| 1996 |
Schicksale
jüdischer Mitbürger in der Maxvorstadt
Beim
Besuch der Ausstellung 'Bürokratie und Kult' des Zentralinstituts
für Kunstgeschichte, in der die Entwicklung des NSDAP-Parteizentrums
und des Parteikults im Umfeld des Königsplatzes erstmals
mit wisschenschaftlicher Gründlichkeit dargestellt worden
war, wurde dem Verfolgungsschicksal jüdischer Mitbürger
in der Maxvorstadt gedacht.
Erkundigungen des BA über die NS-Zeit zum Gedenktag 1996
zusammengefaßt von Klaus Bäumler
z.B. 'Verfolgungsschicksale in der Maxvorstadt', 'NSDAP und
die evangelische Kirche' weiter.....
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